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Miersch will Tempo bei LNG-Ausbau auch für Ökostrom umsetzen
SPD-Fraktionsvize Matthias Miersch hat dazu aufgerufen, das beim Aufbau von Flüssiggas-Terminals erfolgreich umgesetzte Tempo auch für den Ökostrom-Ausbau anzuwenden. "Wenn wir es sogar im tiefsten Winter schaffen, unsere Gasspeicher weiter zu füllen und ein LNG-Terminal innerhalb weniger Monate fertigzustellen, müssen wir die gesetzlichen Grundlagen dafür schaffen, dass das auch bei jeder Erneuerbaren-Energie-Anlage passiert", sagte Miersch am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP.
Zwar sei hierfür im zurückliegenden Jahr "bereits enorm viel auf den Weg gebracht" worden. Es gehe jetzt aber darum "all die vielen kleinen Regelungen zu etwas Großem zu verbinden" und "unser Energiesystem fit für die Zukunft" zu machen. Ein Schlüssel könne dabei sein, "dem Interesse der Allgemeinheit mehr Gewicht zu geben - bei Planungs- und Genehmigungsverfahren wie auch in zentralen Bereichen der Daseinsvorsorge".
"Wenn wir rund 300 Milliarden Euro für den sozialen Zusammenhalt investieren, kann uns das auch für die Infrastruktur der Zukunft gelingen", sagte Miersch weiter. "Schaffen wir es, die Erneuerbaren, unsere Netze und Speicher auszubauen, schaffen wir die Grundlage für nachhaltiges Wachstum, bezahlbare Energiepreise und klimaneutralen Wohlstand." Wenn "inzwischen sogar viele Konservative verstehen" würden, dass mehr in Erneuerbare investiert werden müsse, liege darin die Chance, "endlich einen gesellschaftlichen Konsens über die Energieversorgung der Zukunft zu erlangen".
Insgesamt äußerte sich Miersch optimistisch mit Blick auf das kommende Jahr. "2023 kann ein Jahr der Hoffnung und Zuversicht werden", sagte er. "Ja, die Herausforderungen sind groß, aber wir können auch auf viele Beispiele blicken, die Mut machen", fügte der SPD-Politiker hinzu. "Aus der Krise eine Chance machen", sollte das Motto für das Jahr 2023 werden. "Unsere Gesellschaft ist stark und von Solidarität geprägt. Wir sollten das Jahr 2023 nutzen", hob Miersch hervor.
J.Bergmann--BTB