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Opec+ hält an derzeitiger Ölfördermenge fest
Die großen Öl exportierenden Länder lassen die derzeitigen Fördermengen unverändert. Vor dem Hintergrund der jüngsten Sanktionen gegen Russland verständigten sich Vertreter der in der Gruppe Opec+ zusammengeschlossenen Länder in einer Videokonferenz am Sonntag darauf, an dem im Oktober beschlossenen Kurs bis Ende 2023 festzuhalten, wie zwei Teilnehmer der Beratungen der Nachrichtenagentur AFP sagten. In einer Mitteilung bestätigte die Opec+ dies später.
Die Opec-Länder unter Führung von Saudi-Arabien sowie zehn weitere Partnerländer, allen voran Russland, hatten vor zwei Monaten vereinbart, die Förderung ab November um täglich zwei Millionen Barrel zu reduzieren. Das war die stärkste Senkung seit 2020 zu Beginn der Corona-Krise.
Die Entscheidung sei "ausschließlich von Markterwägungen geleitet" worden, erklärte die Opec+ nun. Sie sei "notwendig und richtig" gewesen, um die globalen Ölmärkte zu stabilisieren.
Das nächste Treffen der Opec+ wurde für Juni 2023 angesetzt. In ihrer Mitteilung betonte die Gruppe jedoch, die Mitglieder könnten bei Bedarf "jederzeit" auch früher zusammentreten.
Am Montag tritt ein EU-Embargo für russische Öllieferungen per Schiff in Kraft. Die G7- und die EU-Staaten sowie Australien hatten am Freitag zudem eine Obergrenze von 60 Dollar (57 Euro) pro Barrel (159 Liter) für auf dem Seeweg transportiertes Öl aus Russland beschlossen.
Durch den Preisdeckel soll es Moskau erschwert werden, die wegen des Angriffskriegs gegen die Ukraine verhängten Sanktionen durch Verkäufe außerhalb der EU oder der G7 zu umgehen. Russland hatte im Vorfeld angekündigt, kein Öl mehr an Länder zu liefern, die eine Obergrenze einführen.
Am Samstag sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow, dass Moskau den Preisdeckel nicht akzeptieren werde. Er fügte hinzu, dass Moskau sich im Vorfeld auf eine solche Obergrenze vorbereitet habe, machte dazu aber keine weiteren Angaben.
O.Krause--BTB