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Wolken und kein aufhellender Schnee: Stockholm droht düsterster Dezember seit 1934
Nur eine halbe Stunde Sonne in den ersten gut zwei Wochen - dieser Monat könnte in Stockholm der dunkelste Dezember seit gut 90 Jahren werden. Schweden ist wie andere skandinavische Länder an lange, dunkle Winter mit sehr kurzen Tagen gewöhnt. Dieser Dezember war in der schwedischen Hauptstadt aber außergewöhnlich finster, wie der Meteorologe Viktor Bergman vom Schwedischen meteorologischen und hydrologischen Institut (SMHI) am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP sagte.
Laut Wetterdaten aus den Jahren 1991 bis 2020 liegt die durchschnittliche Menge an Sonnenstunden in Stockholm im Dezember bei 33, wie Bergman ausführte. Dieses Jahr werde der Dezember aber durch ein instabiles Tiefdruckgebiet mit mildem und feuchtem Wetter bestimmt, "und das bringt eine Menge Wolken". Außerdem sei die Sonne bislang "schwach gewesen und ihre Strahlen konnten nicht durch die Wolken dringen".
Wenn dieser Trend anhalte, werde der aktuelle Dezember als der düsterste seit 1934 in die Geschichte eingehen, sagte Bergman. Damals hatte Stockholm so wenig Sonnenlicht erreicht, dass die Menge "auf null abgerundet worden" sei. Vielleicht könnte die Sonne in den kommenden Tagen hervorkommen, sagte Bergmann. "Aber das ist ein bisschen unsicher."
Anderen schwedischen Städten erging es da diesen Monat besser. So schien im südöstlichen Karlskrona seit Monatsbeginn immerhin schon zwölf Stunden lang die Sonne.
In Stockholm wird der düstere Gesamteindruck dadurch verstärkt, dass bislang nicht wirklich Schnee fiel, der das Licht reflektiert und die Stadt aufhellen würde. Und daran werde sich absehbar auch nichts ändern, prognostizierte Bergman. "Für Weihnachten sieht es sehr düster aus", fügte der Meteorologe hinzu.
R.Buehler--VB