-
Frankreich bittet wegen Waldbränden andere EU-Länder um Hilfe
-
USA greifen dreizehnte Nacht in Folge Ziele im Iran an
-
US-Regierung verkündet neue Zölle gegen rund 60 Handelspartner
-
Spanien ruft wegen Waldbränden in zwei Regionen "Notstand nationaler Tragweite" aus
-
Justizministerium macht im Streit um Bericht über Trumps Luxusflieger Rückzieher
-
Anwälte: Gesundheitszustand von tunesischem Oppositionsführer Ghannouchi "kritisch"
-
US-Regierung kündigt neue Zölle gegen rund 60 Handelspartner an
-
World Matchplay: Littler unaufhaltsam - Anderson raus
-
Waldbrand außer Kontrolle: 3500 Menschen in Gemeinde westlich von Madrid evakuiert
-
Nübel bei Besiktas-Debüt ohne Gegentor
-
Merz verurteilt Huthi-Angriffe auf saudiarabische Öltanker
-
Mord an US-Politikerin und ihrem Mann: Lebenslange Haft für Täter
-
Ukrainischer Ex-Verteidigungsminister Fedorow will nach Entlassung zurück in sein Amt
-
Gewalt im Westjordanland: Drei Palästinenser getötet, zwei Israelis verletzt
-
"Risiko" für Handel: USA kritisieren EU-Rekordstrafe für Google scharf
-
Stab-DM: "Salto nullo" für Lita Baehre - Metzger Meister
-
Weißes Haus erwartet Ankündigung zu neuen US-Zöllen
-
Medien: Warken soll Kanzleramtschefin werden, Linnemann neuer Gesundheitsminister
-
"Lokomotive" Carapaz stampft an Pogacars Sorgentag zum Bergsieg
-
ARD: Innenressort plant weitere Einschränkungen bei Informationsfreiheitsgesetz
-
Trump knüpft Atomabkommen mit Saudi-Arabien an Normalisierung mit Israel
-
EZB legt Zinspause ein - Anzeichen für mögliche Erhöhung im September
-
Kritik an Energiegesetzesplänen von Wirtschaftsministerin Reiche reißt nicht ab
-
Messerangriff in Bank in Bayern: Ein Mensch lebensgefährlich verletzt
-
Neuer Herzog-Film, Oasis und lange Musk-Doku: Programm von Filmfestival von Venedig vorgestellt
-
Wadephul fordert Ende des G20-Ausschlusses von Südafrika durch die USA
-
Ermittlungen laufen: "Maddie"-Verdächtiger soll Polizisten in Kiel attackiert haben
-
Fast vier Jahre Haft wegen Betrugs in Zusammenhang mit Millionenschaden in Bayern
-
Rechtsextremer israelischer Minister provoziert mit neuem Besuch auf Jerusalemer Tempelberg
-
Mann stirbt nach Einsatz in Düsseldorf: Ermittlungen gegen Beamte und Rettungskräfte
-
Iran-Krieg: Trump droht Huthis im Jemen mit "Bestrafung" nach Tankerangriff
-
Trainersuche in Italien: Auch Ancelotti im Visier
-
Trump droht Huthi-Miliz "bedeutende militärische Bestrafung" an
-
Unionsfraktion sieht Frei vor Herausforderungen bei Zusammenhalt der Koalition
-
Großbritannien zieht letztes diplomatisches Personal aus dem Iran ab
-
Einkaufszentrum in Stuttgart: Mann fügt 47-Jähriger Stich- und Brandverletzungen zu
-
Russland pocht gegenüber USA auf Stopp von Waffenlieferungen an die Ukraine - EU verhängt neue Sanktionen
-
Neuer britischer Premier Burnham kündigt Steuersenkung für Pubs an
-
EZB lässt Leitzinsen unverändert
-
Zuckersteuer: Widerstand in der Union gegen Warken-Pläne
-
Kitzbühel: Hanfmann zieht ins Halbfinale ein
-
Anstieg nach Angriff auf Tanker: Ölpreis steuert auf 100-Dollar-Marke zu
-
Anti-Regierungs-Demo: Albanische Polizei setzt Tränengas gegen Demonstranten ein
-
Waldbrände in Südeuropa: 20.000 Menschen an französischer Atlantikküste evakuiert
-
Prien verteidigt Neuausrichtung der Demokratieförderung
-
Sieben Tote bei Angriffen auf Russland und Ukraine
-
"Fall Balogun": Norwegen will Beschwerde einreichen
-
Verweste Frauenleiche in Koffer: Zwölf Jahre Haft für Mann in Stuttgart
-
Wechsel perfekt: Adeyemi ist jetzt ein "Culer"
-
Bahnunternehmen fordern vom Bund Übernahme von Mehrkosten für Schienenmaut
Anthropic plädiert für weltweite Pause bei KI-Entwicklung
Der KI-Konzern Anthropic plädiert für eine weltweite Pause bei der Entwicklung immer leistungsstärkerer KI-Systeme: Eine weltweite Verlangsamung der Spitzenforschung im Bereich der Künstlichen Intelligenz wäre "wahrscheinlich sinnvoll", erklärte der US-Konzern am Donnerstag. Es müssten aber alle KI-Größen in der Welt mitmachen. Sollte nur ein einzelnes Unternehmen pausieren, würden die Konkurrenten einfach an ihm vorbeiziehen.
"Wir halten es für wünschenswert, dass die Welt die Möglichkeit hat, die Entwicklung hochmoderner KI-Systeme zu verlangsamen oder vorübergehend auszusetzen, damit gesellschaftliche Strukturen und die Forschung zur Ausrichtung der KI mit dem technologischen Fortschritt Schritt halten können", erklärte Anthropic.
Damit eine Pause tatsächlich Wirkung zeigen könnte, müssten sich nach Ansicht von Anthropic führende KI-Konzerne in verschiedenen Ländern – allen voran in den USA und China - darauf einigen, ihre Arbeit gleichzeitig zu verlangsamen oder zu pausieren. Dafür müssten Regeln aufgestellt und eingehalten werden, "die für alle überprüfbar wären".
"Ohne globalen Koordinierungsmechanismus werden Unternehmen und Regierungen unter Wettbewerbs- und geopolitischem Druck schwierige Entscheidungen über Sicherheit treffen müssen", erklärte Anthropic weiter. Das Unternehmen verglich das Problem mit Abkommen zur Kontrolle von Atomwaffen - die Kontrolle sei bei KI aber schwieriger, da das Training sehr viel einfacher zu verbergen sei und die Versuchung enorm, heimlich weiterzumachen.
Am Montag hatte Anthropic seinen Börsengang angemeldet. Das Unternehmen ist für seinen Chatbot Claude bekannt, der vor allem von Unternehmen genutzt wird. Zudem arbeitet Anthropic weiter an seinem KI-Modell namens Mythos, das Lücken in Cybersicherheitssystemen aufspüren soll. Offenbar ist das Modell so gut, dass etwa auch der Internationale Währungsfonds (IWF) darin eine mögliche Bedrohung für das globale Finanzsystem sieht.
Zunächst hatte Anthropic rund 50 Partnern, die meisten davon US-Unternehmen, testweisen Zugriff gegeben. Anfang der Woche erweiterte der KI-Konzern die Runde der Nutzer und öffnete das Modell für weitere rund 150 Organisationen weltweit. Auch die EU hofft auf einen Test-Zugriff, um mögliche Risiken auszuloten. Deutsche Verfassungsschützer und Sicherheitspolitiker hatten gewarnt, Kriminelle oder staatliche Akteure könnten Mythos für Cyberangriffe nutzen.
Anthropic steht derzeit in einem Rechtsstreit mit dem US-Verteidigungsministerium. Dabei geht es um die uneingeschränkte militärische Nutzung der KI-Technologie, die Anthropic dem Pentagon verweigert hat. Der Konzern erklärte, er wolle KI nicht zur "Massenüberwachung im Inland" oder in vollautonomen Waffensystemen einsetzen lassen. Das Pentagon stufte Anthropic daraufhin als "Sicherheitsrisiko in der Lieferkette" ein, wogegen das Unternehmen sich juristisch wehrt.
Anthropic erklärte, es wolle in den kommenden Monaten Regierungsvertreter, Wissenschaftler, Lobbygruppen und konkurrierende KI-Unternehmen an einen Tisch bringen, um zu sehen, wie ein Kontrollsystem funktionieren könne. Der Aufruf erfolge vor dem Hintergrund interner Daten, die zeigten, dass KI selbst die eigene Entwicklung drastisch beschleunige, fuhr das Unternehmen fort.
Das könne schlussendlich zu dem Prozess führen, den Wissenschaftler als "rekursive Selbstverbesserung" bezeichnen, erklärte Anthropic. Das ist die Idee eines KI-Systems, dass sich selbst beibringen kann, noch intelligenter zu werden - ohne große menschliche Hilfe. So weit sei KI noch nicht gediehen - und zudem sei "rekursive Selbstverbesserung" nicht "unausweichlich", gab das Unternehmen an. Aber dieser Zustand könne schneller eintreffen als die meisten Regierungen und Institutionen darauf vorbereitet seien. Es gebe Anzeichen dafür, dass "die Rolle des Menschen bei jedem Schritt im Entwicklungsprozess der KI immer geringer wird".
Der KI-Experte Christoph Knöll von der Beratung Neurawork erklärte, die "Warnung von Anthropic sollte ernst genommen werden". Er halte eine weltweite Entwicklungspause jedoch für unrealistisch: "Weder die USA noch China werden ihre KI-Programme freiwillig stoppen."
"Regulierung ist notwendig, wird aber nicht ausreichen", fuhr Knöll fort. "Kein Gesetz der Welt wird verhindern, dass leistungsfähigere KI-Systeme entwickelt werden. Entscheidend wird sein, wie schnell Unternehmen und Gesellschaft lernen, mit dieser Entwicklung umzugehen."
C.Stoecklin--VB