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Parlament im US-Bundesstaat Maine beschließt Moratorium für Bau von Rechenzentren
In den USA regt sich Widerstand gegen den Bau riesiger Rechenzentren für die Künstliche Intelligenz (KI): Im US-Bundesstaat Maine beschloss das Parlament am Dienstag (Ortszeit) ein Moratorium für den Bau solcher Anlagen. Die Abgeordneten fürchten explodierende Strompreise und negative Auswirkungen auf die Umwelt. Ähnliche Bestrebungen gibt es in weiteren elf US-Bundesstaaten. Die KI benötigt enorm viel Strom.
In den USA hat sich die geplante Summe für den Bau von KI-Rechenzentren laut dem Fachdienst Constructconnect von sieben Milliarden Dollar 2023 auf über 60 Milliarden Dollar (51 Milliarden Euro) vervielfacht. Das in Maine verabschiedete Moratorium verbietet es den örtlichen Behörden bis Herbst 2027, Baugenehmigungen für Rechenzentren mit einer Kapazität von mehr als 20 Megawatt Strom zu erteilen. Zudem wird ein Gremium geschaffen, das vor einer Baugenehmigung die Folgen für das Stromnetz, die Stromrechnung der Anwohner und die Umwelt einschätzt.
Maine gehört laut der Internationalen Energieagentur zu den Bundesstaaten, in denen die Stromrechnung der Haushalte in den vergangenen Jahren besonders stark gestiegen ist. In zwei Städten des Bundesstaates wurde Ende 2025 der Bau von Rechenzentren abgelehnt. Die Behörden warfen den Unternehmen laut Medienberichten vor, sie hätten falsche Angaben zum Strom- und Wasserverbrauch gemacht. Laut einer Umfrage der Quinnipiac University lehnen 65 Prozent der US-Bürger ein KI-Rechenzentrum in ihrer direkten Nachbarschaft ab.
Das Moratorium in Maine liegt jetzt bei der demokratischen Gouverneurin Janet Mills. Sie hat zehn Tage Zeit und kann das Moratorium unterzeichnen, ihr Veto einlegen - oder es tritt nach Ablauf der Frist ohne ihre Unterschrift in Kraft.
E.Burkhard--VB