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Brand in historischer Runneburg in Thüringen verursacht massiven Schaden
Ein Brand hat die mehr als 800 Jahre alte Runneburg in Thüringen schwer beschädigt. Wie die Polizei in Erfurt mitteilte, brach das Großfeuer am späteren Mittwochabend in der mittelalterlichen Burganlage in der Gemeinde Weißensee aus und verursachte nach ersten Erkenntnissen mutmaßlich erheblichen Sachschaden. Die Löscharbeiten dauerten demnach Stunden. Verletzt wurde nach bisherigen Informationen offenbar niemand.
Die auch als Burg Weißensee bekannte Festungsanlage aus dem zwölften Jahrhundert gehört laut Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten zu den bedeutendsten Zeugnissen romanischer Baukunst in Deutschland. Sie gilt demnach auch als "kleine Schwester" der Wartburg. In kaum einer anderen mittelalterlichen Anlage sei so viel historische Bausubstanz erhalten.
Erste Meldungen über das Feuer gingen nach Polizeiangaben um kurz nach 23.00 Uhr ein und lösten einen Großeinsatz mehrerer Feuerwehren aus, der bis 4.00 Uhr am Donnerstagmorgen dauerte. Die Brandursache war demnach bisher völlig unklar. Gegenwärtig sei aufgrund der Lage vor Ort "noch nicht abschätzbar", wann erste Ermittler den Brandort betreten könnten.
Funkenflug beschädigte den Beamten zufolge auch mehrere in der Nähe der Burg geparkte Autos. Während der Brandbekämpfung war demnach auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz, um Übersichtsaufnahmen zu liefern und die Absperrmaßnahmen zu unterstützen. Die Polizei bat die Bevölkerung um Hinweise auf etwaige verdächtige Wahrnehmungen am Donnerstagabend.
F.Stadler--VB