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Frühere Dombaumeisterin kritisiert geplantes Eintrittsgeld für Kölner Dom
Die ehemalige Kölner Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner hat das geplante Eintrittsgeld für den Kölner Dom kritisiert. Solch ein Eintrittsgeld schrecke sicherlich Besucher ab, sagte Schock-Werner am Montag im Deutschlandfunk. Außerdem drohe es, den Charakter des Doms zu verändern. "In dem Moment, wo ich Geld erhebe, ist es mehr wie ein Museum", sagte Schock-Werner. Sie fände es "ganz schwierig", wenn der Dom nur noch von wohlhabenden Menschen besucht werden könne.
Die Verantwortlichen des Kölner Doms hatten kürzlich angekündigt, ab der zweiten Jahreshälfte ein Eintrittsgeld zu dem Wahrzeichen Kölns erheben zu wollen. Die genaue Höhe steht noch nicht fest.
Schock-Werner, die auch Präsidentin des Zentral-Dombau-Vereins zu Köln ist, sagte, sie verstehe, dass mehr Geld notwendig sei. Ein Eintrittsgeld drohe aber den Stellenwert des Doms für die Stadt zu belasten. Für viele Menschen sei Köln "fast identisch mit dem Dom".
Dieser bleibe "nicht mehr unser Dom", wenn Eintritt erhoben werde, sagte Schock-Werner. Außerdem sei solch ein Gebäude auch ein "missionarisches Angebot der Kirche", mit dem gezeigt werden könne, welch tolle Räume zu Ehren Gottes geschaffen wurden.
Den Kölner Dom besuchen jährlich sechs Millionen Besucherinnen und Besucher. Er zählt zu den weltweit bekanntesten katholischen Kirchen, dort werden die Reliquien der heiligen drei Könige verehrt.
S.Spengler--VB