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Logistikverband: See- und Luftfrachtraten "dramatisch" angestiegen
Die Kosten für den See- und Lufttransport sind infolge der militärischen Eskalation im Nahen Osten massiv angestiegen. "Durch die Blockade der Seeschifffahrt in der Hormus-Meerenge und die großflächige Sperrung des Luftraums über den Golfstaaten sind mehrere Verkehrskorridore lahmgelegt", erklärte der Bundesverband Spedition und Logistik (DSLV) am Freitag. "Dies hat innerhalb weniger Tage zu einem teils dramatischen Anstieg der See- und Luftfrachtraten geführt."
Für den Containertransport im Persischen Golf würden die Reedereien derzeit "Notfall-Konfliktzuschläge" von bis zu 4000 Dollar in Rechnung stellen, erklärte der Verband. Der Suezkanal als Verbindung zum Mittelmeer werde gemieden, stattdessen nehmen viele Schiffe den langen Umweg um das Kap der Guten Hoffnung in Kauf. Der DSLV befürchtet zudem Anstiege der Frachtraten auch auf Routen, die die Golfregion nicht berühren.
"Die Situation im Luftverkehr ist ähnlich: Mit Dubai, Abu Dhabi und Doha sind drei der wichtigsten Luftfrachtdrehkreuze in der Region in ihrem Betrieb massiv eingeschränkt", führte der Verband aus. "Infolgedessen steigen auch hier Frachtraten und Risikozuschläge." Der starke Preisanstieg bei Diesel belaste zudem auch den Landverkehr.
Hinzu komme der stark gewachsene Dispositionsaufwand: "See- und Luftfracht muss umgebucht, umgeroutet und teilweise storniert werden. Wechselkursrisiken engen den Planungsspielraum der Speditionen zusätzlich ein." DSLV-Hauptgeschäftsführer Frank Huster rechnet damit, dass Lieferkettenstörungen und Preissteigerungen bald auch bei den Endverbrauchern ankämen.
W.Huber--VB