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Technologieriese ASML verbucht kräftiges Gewinnplus - und streicht Stellen
Der niederländische Technologiekonzern ASML - zentraler Lieferant für die globale Chipindustrie - hat seinen Gewinn angesichts des Booms bei Künstlicher Intelligenz (KI) kräftig gesteigert. Wie ASML am Mittwoch mitteilte, verbuchte das Unternehmen für das vergangene Jahr einen Gewinn von 9,6 Milliarden Euro, nach 7,6 Milliarden Euro im Vorjahr. Zugleich kündigte der Konzern an, rund 1700 Stellen streichen zu wollen.
ASML ist auf fortschrittliche Lithografietechnik spezialisiert, die eine wichtige Rolle bei der weltweiten Produktion von Mikrochips spielt. Diese Halbleiter wiederum werden derzeit stark nachgefragt, auch weil der Bedarf an Rechenkapazitäten für KI steigt.
Für das aktuelle Jahr geht der niederländische Konzern deshalb von einem anhaltenden Aufwärtstrend aus: "Wir erwarten, dass 2026 ein weiteres Wachstumsjahr für ASML wird“, erklärte Unternehmenschef Christophe Fouquet. Nach einem Rekordumsatz von 32,7 Milliarden Euro 2025 werden für 2026 zwischen 34 und 39 Milliarden Euro erwartet, langfristig geht ASML davon aus, dass der schnell wachsende KI-Markt den Jahresumsatz bis 2030 auf 44 bis 60 Milliarden Euro steigern könnte.
Parallel zu diesem Wachstumskurs will ASML aber auch effizienter werden und setzt deshalb auf eine Umstrukturierung. Vornehmlich in den Niederlanden, aber auch in den USA, sollen rund 1700 Stellen wegfallen, wie das Unternehmen ankündigte. Betroffen sind demnach vorwiegend Führungspositionen. Weltweit beschäftigt ASML derzeit rund 44.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Aktienkurs von ASML legte am Mittwoch in Amsterdam um rund sieben Prozent zu.
H.Kuenzler--VB