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Barmer: Zahnfüllungen halten immer länger
Zahnfüllungen bleiben in Deutschland immer länger im Mund. Das geht aus einer Untersuchung der Krankenkasse Barmer hervor, die der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag vorlag. Demnach hielt die Hälfte der großen Füllungen von Seitenzähnen aus dem Jahr 2010 bei ihren Versicherten mindestens sechseinhalb Jahre - bei Füllungen von 2015 waren es bereits mindestens 7,2 Jahre.
"Die Haltbarkeit von Zahnfüllungen nimmt seit Jahren kontinuierlich zu", erklärte der Barmer-Vorstandsvorsitzende Christoph Straub. Das deute darauf hin, dass sich die Mundgesundheit weiter verbessere.
Die Krankenkasse stellte erhebliche regionale Unterschiede fest. So waren den Angaben zufolge in Baden-Württemberg nach zehn Jahren rund 42 Prozent der großen Seitenzahnfüllungen noch im Mund - in Sachsen-Anhalt nur 18 Prozent. Im Bundesschnitt seien es 34 Prozent gewesen.
Die regionalen Unterschiede führte die Barmer auf verschiedene Therapieansätzen in Praxen sowie soziale und finanzielle Faktoren zurück. Es bestehe auch ein Zusammenhang zwischen kürzerer Haltbarkeit und sozialen Herausforderungen in einer Region.
Eine Versorgung, ohne zuzahlen zu müssen, habe für sozial benachteiligte Gruppen nach wie vor erhebliche Bedeutung, erklärte Studienautor Michael Walter von der Technischen Universität Dresden.
Amalgam als Zahnfüllung ist seit diesem Jahr verboten. Straub verwies darauf, dass dieser Stoff besonders haltbar sei. Diese Haltbarkeit solle auch bei den Alternativen möglichst erhalten bleiben. Er sprach sich für weitere wissenschaftliche Studien dazu aus und forderte eine Kennzeichnungspflicht für zuzahlungsfreie Füllungen.
Die Barmer nutzte für ihren sogenannten Zahnreport anonymisierte Abrechnungsdaten von insgesamt 13,6 Millionen Versicherten aus den Jahren 2010 bis 2023. Der häufigste Grund für eine Zahnfüllung ist Karies.
B.Wyler--VB