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Nach FIFA-Wirbel: Neuendorf fordert "andere Kultur"
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) fordert im Zuge der gescheiterten Pläne von Gianni Infantino für einen FIFA-Investorendeal eine "lückenlose Aufklärung" der Hintergründe. "Der FIFA-Präsident hat eigenmächtig, intransparent und letztlich auch unverantwortlich im Sinne des Fußballs gehandelt", teilte DFB-Präsident Bernd Neuendorf auf SID-Anfrage mit.
Wie die Europäische Fußball-Union UEFA drängt Neuendorf auf grundlegende Änderungen im Weltverband. "Wir müssen gemeinsam mit der UEFA und anderen Konföderationen dafür sorgen, dass bei der FIFA eine grundsätzlich andere Kultur einzieht. Eine Kultur, in der vor allem Entscheidungen wieder von den Mitgliedern in den Gremien diskutiert und getroffen werden", sagte der 65-Jährige.
Auch die englische FA forderte eine Neuausrichtung des Weltverbandes. "Es ist an der Zeit für eine umfassende und gründliche Überprüfung der Führung und Governance der FIFA, um sicherzustellen, dass das globale Spiel transparent geführt wird", hieß es in einer Reaktion bei X.
Der Fußball-Weltverband FIFA hatte nach massiver Kritik seine Investorenpläne aufgegeben. Dies teilte Präsident Gianni Infantino in der Nacht zu Samstag in einem Statement mit. Geplant war die Gründung der FIFA Forward Enterprise (FFE), einer Tochtergesellschaft, die alle kommerziellen Aktivitäten und Turnierorganisationen bündeln sollte. Damit hätten auch Anteile an der Fußball-WM an Investoren verkauft werden können.
T.Ziegler--VB