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Diamond League: Deutsche Rekorde durch Agyekum und Farken
Wachablösung nach 39 Jahren: Hürdenläufer Emil Agyekum hat beim Diamond-League-Meeting in London den deutschen Uralt-Rekord über 400 m Hürden geknackt und Harald Schmid abgelöst. Der 27 Jahre alte Berliner rannte als Zweiter hinter Norwegens Weltrekordler Karsten Warholm (46,61) in 47,45 Sekunden drei Hundertstel schneller als der legendäre Schmid bei der WM 1987 in Rom.
Ein deutscher Rekord fiel auch über die nicht-olympische Meile: Beim Weltrekordlauf des Briten Josh Kerr (3:42,66 Minuten) verbesserte der Leipziger Robert Farken seine nationale Bestmarke als Vierter des Rennens auf 3:46,82. Mohamed Abdilaahi (Köln) stieg im schnellsten Meilenrennen der Geschichte aus. Den bisherigen Weltrekord hatte der Marokkaner Hicham El Guerrouj 1999 in Rom aufgestellt (3:43,13).
Tokio-Olympiasiegerin Malaika Mihambo (LG Kurpfalz) bewies Nervenstärke und gewann den Weitsprung im Olympiastadion von 2012 mit Saisonbestleistung von 7,05 im fünften Versuch - ihre ersten vier waren ungültig gewesen, auch der sechste misslang der früheren Weltmeisterin.
Eine Schrecksekunde erlebte Stabhochsprung-Weltrekordler Armand Duplantis. Der Schwede musste wegen Beschwerden am linken Oberschenkel aufgeben. Sam Kendricks holte sich den Sieg in jenem Stadion, in dem er 2017 Weltmeister geworden war. Wie Duplantis übersprang der US-Amerikaner 5,95 m im ersten Versuch.
"Es war ein wundervolles Rennen, in das ich wirklich alles reingelegt habe", sagte Agyekum: "Die letzten beiden Hürden waren nicht perfekt, aber ich habe sie noch erwischt. Und jetzt bin ich wirklich glücklich."
Agyekum, der von Moskau-Olympiasieger Volker Beck trainiert wird, hatte schon am Dienstag in Budapest in 47,58 Sekunden an Schmids Bestmarke gekratzt. Nun stürmte Agyekum in einem starken Feld von der Außenbahn zum Rekord und untermauerte seine Medaillen-Ambitionen für die EM in Birmingham (10. August bis 16. August).
Mit dem Diskus kam die dreimalige EM-Dritte Shanice Craft (Mannheim) beim Sieg der zweimalige Olympiasiegerin Valarie Sion (USA/68,39) nicht über Platz sieben und 60,37 m hinaus.
R.Kloeti--VB