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Hukporti dritter deutscher NBA-Champion
Dirk Nowitzki 2011, im vergangenen Jahr Isaiah Hartenstein - nun Ariel Hukporti: Der 2,13-Meter-Riese aus Stralsund darf sich als dritter Deutscher NBA-Champion nennen. Auch wenn der Center in der Finalserie seiner New York Knicks gegen die San Antonio Spurs (4:1) nur sporadisch zum Einsatz kam, empfindet er enorme Genugtuung.
"Beim Draft haben mich 29 Mannschaften ignoriert – nur die Knicks haben an mich geglaubt. Als die Chance kam, habe ich sie genutzt. Und jetzt sind wir gemeinsam die Nummer 1", sagte Hukporti (24) der Bild nach dem entscheidenden 94:90 in Spiel fünf der Serie in Texas.
Und obwohl er sich etabliert hat in der besten Basketball-Liga der Welt, wartet Hukporti noch auf seine Berufung in die Nationalmannschaft. "Ich würde schon für Deutschland spielen, so ist es nicht. Aber ich warte auf den Anruf. Mehr braucht es nicht. Wenn der Anruf kommt, bin ich bereit", sagte er und wandte sich direkt an Álex Mumbrú: "Herr Bundestrainer, wenn Sie mich rufen, bin ich da."
Hukportis Karriereverlauf ist ungewöhnlich. Mit 18 Jahren ging er aus Ludwigsburg nach Litauen, spielte dann in der starken australischen Liga bei Melbourne United und landete 2024 bei den Knicks - wenn auch zunächst bei den Westchester Knicks, dem Farmteam des schillernden NBA-Klubs, der am Samstag seine Meister-Durststrecke nach 53 Jahren beendete.
Hukportis Beitrag in den diesjährigen Playoffs: Zehn Kurzeinsätze, im Schnitt 1,7 Punkte und 3,2 Rebounds. Statistiken eines Rollenspielers, der eher nicht auf dem Parkett steht, wenn es entscheidend wird.
Deutschlands Basketball-Idol Nowitzki hatte die Dallas Mavericks vor 15 Jahren als Topscorer und Final-MVP zum bislang einzigen Titel geführt, der reboundstarke Hartenstein war gesetzt in der Startformation der im vergangenen Jahr noch unwiderstehlichen Oklahoma City Thunder. Hukporti, der mit New York zu Beginn des Jahres schon den noch jungen NBA Cup gewonnen hatte, lieferte seinen Beitrag verlässlich aus der zweiten bis dritten Reihe.
Bei der Rückkehr in den Big Apple sei erstmal Party angesagt, betonte Hukporti, der sich mit "noch mehr Alkohol" belohnen wolle: "Sobald wir in New York landen, geht es direkt in die Stadt."
P.Keller--VB