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"Anspannung" bleibt: Italien und Gattuso vor "Finale" um WM
Gennaro Gattuso war die Erleichterung anzumerken. "Lasst uns diesen Sieg genießen. Wir haben ihn gebraucht", sagte der italienische Nationaltrainer nach dem hart erkämpften 2:0 (0:0)-Erfolg gegen Nordirland im Playoff-Halbfinale, mit dem die stolze Squadra Azzurra ihre Hoffnungen auf die erste WM-Teilnahme seit 2014 aufrechterhielt. Im "Finale" am Dienstag in Bosnien und Herzegowina gilt es nun, den dritten WM-GAU in Folge abzuwenden.
"Die Anspannung, die wir spüren, werden auch die anderen spüren", betonte Gattuso. Doch der Druck auf den viermaligen Weltmeister bleibt immens. Gattuso hatte schon vor dem Duell mit Nordirland vom "wichtigsten Spiel" seiner Karriere gesprochen, schließlich hatten die Südeuropäer bereits die WM-Endrunden 2018 in Russland und 2022 in Katar verpasst. Das soll sich nicht wiederholen.
"Der Weg zur Weltmeisterschaft ist weiterhin steinig, aber wir können es schaffen", schrieb die Gazzetta dello Sport. Matchwinner Sandro Tonali, der Italien mit einem wuchtigen Abschluss (56.) zum 1:0 erlöste, betonte: "Wir müssen positiv bleiben, aber das haben wir auch immer getan, seit Gattuso unser Trainer ist."
Die Italiener, die seit ihrem letzten Triumph 2006 in Deutschland kein K.o.-Spiel bei einer WM mehr bestritten haben, wollen sich für die Endrunde im Sommer in den USA, Mexiko und Kanada qualifizieren. Im Falle eines Sieges bei den Bosniern um Schalke-Stürmer Edin Dzeko würde die Squadra Azzurra in Gruppe B auf Co-Gastgeber Kanada, die Schweiz und Katar treffen.
S.Spengler--VB