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Nervenstarker Sinner gewinnt erstmals Indian Wells
Tennisstar Jannik Sinner hat erstmals das prestigeträchtige ATP-Masters in Indian Wells gewonnen. Der Südtiroler setzte sich in der kalifornischen Wüste bei Temperaturen um 35 Grad mit 7:6 (8:6), 7:6 (7:4) gegen den Russen Daniil Medwedew durch und feierte seinen 25. Karrieretitel.
Im Halbfinale hatte Sinner Deutschlands Nummer eins Alexander Zverev locker in zwei Sätzen ausgeschaltet. Medwedew verpasste nach seinem beeindruckenden Halbfinalsieg gegen den Weltranglistenersten Carlos Alcaraz (Spanien) den 24. Titel auf der ATP-Tour.
"Ich bin überglücklich. Das ist heute ein ganz besonderer Tag für Italien", sagte Sinner auch mit Hinweis auf den ersten Karrieresieg von Formel-1-Newcomer Kimi Antonelli am Sonntag in China: "Ich bin ein großer F1-Fan. Und dass Kimi Italien dort zurück an die Spitze bringt, ist wunderbar."
Für Sinner war es der 100. Erfolg bei einem der neun Masters-Turniere und der erste Titel in diesem Jahr. Bei den Australian Open war er im Januar im Halbfinale an Grand-Slam-Rekordchampion Novak Djokovic gescheitert, in Doha schied er zuletzt im Viertelfinale aus. Der Südtiroler verkürzte den Abstand in der Weltrangliste zu seinem Dauerrivalen Alcaraz.
In einem engen Spiel auf Augenhöhe ließen beide Kontrahenten bei eigenem Aufschlag wenig bis gar nichts zu. Weder Sinner noch Medwedew gelang in 1:58 Stunden Spielzeit ein Break. Im Tiebreak des ersten Satzes entschied ein einziges Mini-Break zugunsten Sinners. Im zweiten Satz führte Medwedew im Tiebreak bereits mit 4:0, dann gelangen Sinner aber sieben Punkte in Serie.
Medwedew durfte sich immerhin mit der Rückkehr in die Top 10 der Weltrangliste trösten, aus denen er im Juni 2025 gerutscht war. Dabei war Medwedew unter schwierigen Umständen und mit mehrtägiger Verzögerungen nach Indian Wells gereist. Aufgrund des Nahost-Krieges saß der 30-Jährige in Dubai fest und war schließlich über den Oman und Istanbul nach Kalifornien gelangt.
L.Wyss--VB