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Spiele beendet: Paralympisches Feuer in Norditalien erloschen
Die 14. Paralympischen Winterspiele sind am Sonntag in Cortina d'Ampezzo mit einer imposanten Feier beendet worden. Nach der Schlusszeremonie erlosch um 22.08 Uhr das Feuer, das in 884 Tagen bei den Sommerspielen in Los Angeles (15. bis 27. August 2028) wieder entzündet wird. Die deutsche Fahne trugen Skirennfahrerin Andrea Rothfuss und Snowboarder Christian Schmiedt in das Curling Stadium, unter anderem die Ukraine boykottierte die Schlussfeier.
Die Spiele seien "ein rekordverdächtiger Erfolg. Die größten und schönsten Winter-Paralympics mit mehr Athleten, mehr Nationen, mehr Frauen und einer weltweiteren Fernseh- und digitalen Berichterstattung als je zuvor", sagte Andrew Parsons, Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC). Die Welt sei Zeuge "außergewöhnlicher Momente" geworden, "die mehr bewirkten als nur Medaillen zu gewinnen, sie eroberten Herzen, veränderten Einstellungen und stellten Vorurteile in Frage".
Dabei standen die Winterspiele in Mailand und Cortina auch im Schatten der Rückkehr Russlands in den Weltsport unter eigener Flagge trotz des andauernden Angriffskrieges in der Ukraine, zusätzlich kam kurzfristig der Nahostkrieg hinzu. "Diese Spiele boten etwas Kraftvolles und Erfrischendes: den Beweis, dass Sport uns durch Respekt, Fairness und menschliche Leistung vereinen kann", betonte Parsons. Die Athleten hätten "den Fokus dort gehalten, wo er hingehört: auf euch und euren Sport".
Die deutsche Mannschaft, die die Eröffnungsfeier in Verona boykottiert hatte, schloss die Winterspiele auf dem historisch-schlechten elften Platz im Medaillenspiegel ab. Einzig Monoskifahrerin Anna-Lena Forster sorgte für zwei Goldmedaillen, dazu holten die Athletinnen und Athleten des Deutschen Behindertensportverbands (DBS) sechsmal Silber und neunmal Bronze. Die vorigen deutschen Negativmarken waren drei Goldmedaillen sowie Platz sieben bei den zweiten Winterspielen im finnischen Geilo 1980 gewesen.
Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) zog trotz dieser Zahlen eine "positive" Bilanz. "Natürlich hätten wir uns ein paar Ausreißer nach oben gewünscht, insbesondere nach ganz oben", sagte Chef de Mission Marc Möllmann. Bei der Gesamtzahl der Medaillen liege die Mannschaft allerdings auf Rang vier. "Der Zielkorridor ist eingehalten", betonte Möllmann.
C.Kreuzer--VB