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Aicher starke Vierte - und vor Shiffrin
Emma Aicher konnte es selbst kaum glauben. Kaum im Ziel, jubelte sie ausgelassen über den besten Riesenslalom ihrer Karriere, sie riss die Arme hoch und schrie ihre Freude heraus. Bei ihrem "Heim-Weltcup" im schwedischen Are fuhr die zweifache Olympia-Zweite in ihrer bislang schwächsten Disziplin auf einen hervorragenden vierten Rang und damit mitten hinein in die Weltelite. Ein zehnter Platz war bislang ihr bestes Resultat im Riesenslalom gewesen.
"Ich bin sehr zufrieden mit heute, ich habe zwei ganz gute Läufe hingebracht", sagte die 22-Jährige nach dem ersten von zwei Rennen vor zahlreichen Verwandten und Bekannten. Aicher ist im 300 Kilometer entfernten Sundsvall aufgewachsen und ging in Järpen unweit von Are auf ein Ski-Gymnasium. Den Störtlopsbakken kennt sie nur zu gut. "Ich hoffe", sagte sie nach ihrer Glanzleistung, "dass es jetzt so weitergehen kann."
Das Podest verfehlte Aicher um eine knappe Sekunde, sie landete aber einen Platz vor Mikaela Shiffrin (USA). Die dreimalige Olympiasiegerin hatte im ersten Durchgang Lauf kurz vor dem Ziel schwer gepatzt und im Zwischenklassement nur den zwölften Rang belegt. Aicher konnte dadurch den Rückstand im Gesamtweltcup auf 120 Punkte verkürzen. Fünf Rennen stehen in dieser Saison noch aus, am Sonntag zunächst der Slalom in Are.
Ihren fünften Sieg in dieser Saison und damit vorzeitig die kleine Kristallkugel im Riesenslalom holte sich Julia Scheib aus Österreich. Sie profitierte dabei vom Ausscheiden von Camille Rast aus der Schweiz, die nach dem ersten Lauf noch in Führung gelegen hatte. Platz zwei hinter Scheib belegte Paula Moltzan (USA/+0,36 Sekunden), Dritte wurde Alice Robsinson (Neuseeland/+0,75). Aicher fehlte 0,99 Sekunden zum Podest.
T.Zimmermann--VB