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Wolfsburg trennt sich von Bauer und Christiansen - Hecking im Anflug
Der kriselnde Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg hat sich von Trainer Daniel Bauer und Sport-Geschäftsführer Peter Christiansen getrennt. Dies verkündeten die Wölfe am Tag nach der 1:2 (1:1)-Heimniederlage gegen den Hamburger SV am Samstag. Als Nachfolger für Bauer soll Medienberichten zufolge Ex-Coach Dieter Hecking bereitstehen, der VfL kündigte eine zeitnahe Bekanntgabe an.
"Diese Entscheidung ist uns alles andere als leichtgefallen", sagte Sportdirektor Pirmin Schwegler zur Trennung von Bauer: "Wir haben gehofft, die Wende gemeinsam hinzubekommen. In der Analyse der Gesamtsituation sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass wir der Mannschaft einen neuen Impuls geben müssen, um den Klassenerhalt zu schaffen."
Unter dem vorherigen U19-Trainer Bauer, der erst im November das Amt von Paul Simonis übernommen hatte, kassierten die Wölfe in 15 Spielen neun Niederlagen. Seit acht Partien wartet der VfL auf einen Sieg, es ist die schlechteste Saison in der Vereinsgeschichte seit dem Aufstieg 1997. Als Tabellen-17. droht der erstmalige Abstieg aus der Bundesliga.
Der sportliche Negativtrend kostete auch Christiansen den Job. "Als Geschäftsführer Sport hat er den personellen Umbruch im Frauenfußball gemeinsam mit unserer sportlichen Leitung erfolgreich gemeistert. Bei den Männern fehlten leider die sportlichen Ergebnisse", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Sebastian Rudolph: "Deswegen haben wir entschieden, die Zusammenarbeit mit ihm zu beenden."
Die Lage bei den Niedersachsen ist kritisch. Am Samstag entlud sich der Frust der Fans in Gesängen ("Wir haben die Schnauze voll") und im Zünden von Pyrotechnik. Auch die Mannschaft wurde beschimpft. Kapitän Maximilian Arnold sprach von "Frustration pur".
Bauer hatte bereits nach der 0:4-Niederlage beim VfB Stuttgart in der Vorwoche von internen Schwierigkeiten gesprochen. "Fakt ist, dass wir viele Strukturen ändern müssen, dass die Atmosphäre, die Kultur innerhalb des Klubs aktuell auch nicht bundesligatauglich ist", hatte der Coach erklärt.
Nun soll wohl Hecking folgen, er arbeitete bereits von 2013 bis 2016 in Wolfsburg. Unter dem Trainerroutinier gewannen die Autostädter den DFB-Pokal und Supercup. Im September des vergangenen Jahres war Hecking beim Zweitligisten VfL Bochum entlassen worden. Auch beim Revierklub war der 61-Jährige als "Feuerwehrmann" installiert worden, den Klassenerhalt in der Bundesliga schaffte Hecking allerdings nicht.
D.Bachmann--VB