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Nach 80-km-Solo: Pogacar gewinnt Strade Bianche
Tadej Pogacar bleibt der unumschränkte Herrscher über die Weißen Straßen: Sloweniens Radsport-Star hat zum vierten Mal das spektakuläre Schotterrennen Strade Bianche in Norditalien gewonnen und bereits bei seinem ersten Saisonstart wieder in gewohnter Manier dominiert. Nach einem Solo über knapp 80 km triumphierte der 27-Jährige souverän in Siena und machte genau dort weiter, wo er das Radsport-Jahr 2025 beendet hatte.
147 Tage nach seinem Solo-Sieg bei der Lombardei-Rundfahrt gelang Pogacar auch bei der Rückkehr nach Italien eine Machtdemonstration. Nach 203 km, davon 64 auf nicht asphaltierten Pisten, lag der Weltmeister auf der berühmten Piazza del Campo eine Minute vor dem erst 19 Jahre alten Franzosen Paul Seixas (Decathlon), Dritter wurde sein mexikanischer UAE-Kollege Isaac del Toro (+1:09). Als erster Profi gewann er den erstmals 2007 ausgetragenen "Neo-Klassiker" zum vierten Mal, bislang teilte sich Pogacar den Siegrekord mit Fabian Cancellara.
Beim "Paris-Roubaix der Toskana" hatte Pogacars UAE-Team alles sicher im Griff, ließ eine Spitzengruppe nicht zu weit wegfahren und brachte seinen Topstar perfekt in Position. Am Monte Sante Marie griff Pogacar dann an, als letzter Verfolger musste Supertalent Seixas kurz vor der Kuppe abreißen lassen.
Bei seinen Siegen 2022 und 2024 hatte Pogacars ebenfalls rund 80 km vor dem Ziel an diesem Anstieg attackiert. 2025 siegte Pogacar ebenfalls als Solist, damals trotz einem Sturz und einer späteren Attacke.
Am 21. März kommt es bei Mailand-Sanremo, dem ersten Monument des Radsport-Jahres, zum ersten Aufeinandertreffen zwischen Pogacar und seinem Rivalen Mathieu van der Poel, der die "Primavera" 2025 gewonnen hatte.
A.Ruegg--VB