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Wanners Traum: "Mit Österreich zur WM"
Österreich statt Deutschland, Ralf Rangnick statt Julian Nagelsmann: Nach monatelangem Hin und Her hat sich Toptalent Paul Wanner schweren Herzens gegen das DFB-Team und für eine Zukunft im österreichischen Nationaltrikot entschieden.
"Diese Entscheidung war die wahrscheinlich schwerste meiner Karriere. Denn tatsächlich habe ich durch meine Eltern, meine Erziehung und die Stationen in meiner Karriere zwei Herzen in meiner Brust. Aber nun, bei der finalen Entscheidung und nach vielen Gesprächen mit meiner Familie, habe ich das Gefühl und Bewusstsein gewonnen: Ich möchte für Österreich auflaufen", sagte der 20 Jahre alte Offensivspieler bei Sky.
Er wolle nun "die sportliche Entwicklung der nächsten Monate bestätigen", betonte Wanner: "Und dann träume ich natürlich davon, das Trikot der Nationalmannschaft Österreichs zu tragen. Die WM ist ein Traum für jeden Spieler. Aber wie jeder andere Spieler muss ich mir eine Nominierung verdienen. Dafür gebe ich in jedem Spiel alles." Zuletzt habe er den Austausch mit ÖFB-Trainer Rangnick "noch einmal intensiviert".
Wanner, der zuletzt vom FC Bayern zur PSV Eindhoven gewechselt war, spielte für die deutsche U21-Nationalmannschaft, war aber auch schon länger von Österreich umworben worden, dem Geburtsland seiner Mutter. "Es ehrt mich unheimlich, dass sich zwei Verbände darum bemüht haben, mich davon zu überzeugen, für ihre Nationalmannschaft zu spielen. Am Ende darf es bei dieser Entscheidung nicht um kurzfristige Überlegungen oder Versprechungen gehen. Es geht darum, was man fühlt", sagte Wanner.
Er sei aber dennoch dem deutschen U21-Coach Antonio di Salvo und Bundestrainer Julian Nagelsmann sowie dem ganzen DFB "dankbar: Denn alle Gespräche waren fair und auf einer Ebene ohne jeden Druck", sagte Wanner.
Wanner war im Alter von 13 Jahren an den FC-Bayern-Campus gekommen, bei den Münchner Profis kam er auf acht Einsätze. Nach Leihen an die SV Elversberg sowie an den 1. FC Heidenheim wechselte er im Sommer 2025 fest nach Eindhoven. Der Schritt wurde von Bayern Münchens Sportvorstand Max Eberl unterschwellig kritisiert.
L.Maurer--VB