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Snowboardcross: Ulbricht holt dritten Weltcup-Sieg
Snowboardcrosser Leon Ulbricht hat die Abwesenheit einiger Top-Fahrer genutzt und sich mit seinem dritten Weltcupsieg für seine Olympia-Panne revanchiert. Der 21-Jährige raste im türkischen Erzurum beim ersten Rennen nach den Winterspielen wie im Vorjahr ganz nach oben aufs "Stockerl". Der US-Amerikaner Theodore Mclemore und Aidan Chollet aus Frankreich hatten im Finale klar das Nachsehen gegen ihn.
"Es ist so befriedigend", sagte Ulbricht, "ich kann es gar nicht beschreiben. Ein wunderbarer Tag für mich. Unsere Bretter waren Raketen heute. Ich bin happy." Für Ulbricht, der auf Platz zwei der Gesamtwertung vorrückte, war es die fünfte Podestfahrt seiner Karriere - die erste eines deutschen Snowboardcrossers in diesem Winter. Martin Nörl wurde im vierten Rennen der Saison am Berg Palandöken Sechster.
Bei Olympia in Livigno vor drei Wochen war Nörl nach einer Berührung durch einen Konkurrenten gestürzt und hatte dabei Ulbricht abgeräumt. Ulbricht hatte auch am Freitag in Ostanatolien einige brenzlige Situationen zu überstehen, bei starkem Schneefall und auf holpriger Piste kam er mehrmals beinahe zu Fall.
Aufgrund der räumlichen Nähe des Wettkampfortes zum Iran - die Grenze liegt nur rund 300 km entfernt - hatten einige Athletinnen und Athleten auf eine Anreise verzichtet. Die Teams aus Kanada und Italien fehlten ganz, auch die erste Garde aus den USA verzichtete. Der Olympia-Dritte und frühere Weltmeister Jakob Dusek (Österreich) fehlte krank.
Im Frauen-Rennen wurde Jana Fischer Zehnte. Die Französin Lea Casta feierte ihren sechsten Weltcupsieg. Am Sonntag (12.00 Uhr) findet in Erzurum noch je ein weiterer Wettkampf statt. Danach sind die Snowboardcrosser noch im Montafon in Österreich (15. März) und am Mont Sainte-Anne in Kanada (28./29. März) gefordert.
L.Maurer--VB