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Gefahr von "Nervenschäden": Alarm bei Alonso und Aston Martin
Die gravierenden Probleme mit dem neuen Formel-1-Boliden von Aston Martin werden nun sogar zur Gefahr für die Gesundheit der Fahrer. Vor dem Saisonauftakt in Australien hält das Team es sich angesichts der starken Vibrationen in der neuen Power Unit offen, Fernando Alonso und Lance Stroll am Sonntag (5.00 Uhr MEZ/Sky) nur einen kleinen Teil des Rennens absolvieren zu lassen.
"Das gravierendste Problem ist, dass diese Vibration letztlich in die Finger des Fahrers übertragen wird", sagte Aston Martins Teamchef Adrian Newey: "Fernando ist der Ansicht, dass er nicht mehr als 25 Runden am Stück fahren kann, bevor er das Risiko dauerhafter Nervenschäden in den Händen eingeht. Lance ist der Meinung, dass er diese Schwelle bereits nach 15 Runden erreicht."
Die Vibrationen in der Power Unit von Honda führten nebenbei auch zu "Zuverlässigkeitsproblemen. Spiegel fallen ab, Rücklichter fallen ab – all diese Dinge, um die wir uns kümmern müssen."
Auch Alonso selbst bestätigte die Auswirkungen, "irgendwann fühlen sich die Hände und die Füße ein bisschen taub an". Es sei schwer einzuschätzen, "was für Konsequenzen es hätte, wenn wir einen Monat unter solchen Bedingungen fahren würden". Entdeckt wurden die Probleme während der Testfahrten in Bahrain. Das Team arbeite mit Honda an Lösungen, die freien Trainings am Freitag sollen erste Aufschlüsse geben.
Dieser Fehlstart in die neue Formel-1-Ära, der Elektro-Anteil im Motor steigt auf fast 50 Prozent, ist das nächste ernüchternde Kapitel in der Geschichte des ambitionierten Teams. Seit Jahren wird es vom milliardenschweren Eigentümer Lawrence Stroll für viel Geld aufgerüstet - und laut eines Fünfjahresplans sollte es eigentlich in dieser Saison um Siege oder sogar Titel fahren. Auch deshalb fährt Ex-Weltmeister Alonso seit 2023 für den Rennstall. Die Ankunft von Newey, langjähriger Erfolgsdesigner von Red Bull, sollte nun die nächsten Entwicklungsschritte ermöglichen.
M.Vogt--VB