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Sieg nach Stotterstart: DHB-Frauen weiter auf Kurs
Pflichtaufgabe gelöst, EM-Ticket vor Augen: Deutschlands Handball-Frauen haben einen holprigen Start in das neue Länderspieljahr hingelegt, am Ende aber souverän Kurs gehalten. Die Vizeweltmeisterinnen von Bundestrainer Markus Gaugisch gewannen ihr Auswärtsspiel in Slowenien 30:23 (16:15) und sind nur noch einen Schritt von der erfolgreichen Qualifikation für die Europameisterschaft im kommenden Winter entfernt.
Im ersten Spiel seit dem Silber-Coup im vergangenen Dezember traf Leistungsträgerin Emily Vogel mit sieben Toren in Celje am besten. Ein Sieg im zweiten Duell mit dem Olympia-Teilnehmer am Sonntag (15.30 Uhr/ProSieben MAXX und Dyn) in Heidelberg würde Gaugischs Team vorzeitig die EM-Teilnahme bescheren.
Mit nun drei Siegen liegt Deutschland in der Qualifikationsgruppe 3 mit 6:0 Punkten an der Spitze, im April warten die abschließenden Spiele gegen Belgien und in Nordmazedonien. Die ersten zwei Teams der Vierergruppe sind sicher bei der Endrunde vom 3. bis 20. Dezember in Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei dabei. Die Auslosung für das Turnier erfolgt am 16. April in Kattowitz.
80 Tage nach dem WM-Endspiel von Rotterdam war von dem Flow, in den sich die Mannschaft im Laufe des Turniers geworfen hatte, zunächst aber nur wenig zu sehen. Immer wieder präsentierten sich die DHB-Spielerinnen nachlässig - es mangelte nicht nur an der Feinabstimmung untereinander, sondern auch im Abschluss und am Tempospiel. In der eigenen Hälfte fehlte ohne die Abwehrspezialistinnen Xenia Smits und Aimée von Pereira auch der Zugriff im Block zunächst komplett.
Gaugisch, der seinen Vertrag beim Verband im Nachgang des Turniers bis 2028 verlängert hatte, beobachtete den holprigen Restart seiner Spielerinnen zumeist mit gerunzelter Stirn. "Einfacher spielen", forderte der Trainer in einer Auszeit - musste sich dafür allerdings noch gedulden.
Denn erst nach Wiederbeginn zeigte sich die DHB-Auswahl deutlich verbessert und erarbeitete sich erstmals ein kleines Tor-Polster. Gegen ruppige Sloweninnen zeigte die Mannschaft deutlich mehr Biss und ließ sich auch von den gehäuften Zeitstrafen nicht mehr ausbremsen.
F.Mueller--VB