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Joker Chaibi erlöst Frankfurt - Sorgen um Santos
Eintracht Frankfurt hat die Hoffnungen auf den Einzug in den Europapokal weiter gestärkt. Die Hessen gewannen auch das zweite Heimspiel unter Trainer Albert Riera in der Fußball-Bundesliga, gegen den direkten Konkurrenten SC Freiburg setzten sich die Frankfurter mit 2:0 (0:0) durch. Sorgen bereitet aber Torhüter Kaua Santos, der Brasilianer musste nach wenigen Minuten verletzt ausgewechselt werden.
Farès Chaibi (64.) belohnte seine Mannschaft wenige Sekunden nach seiner Einwechslung für eine ordentliche Leistung, den Treffer durch Jean-Matteo Bahoya (81.) bereitete der Joker vor. Der aktuell letzte Europacuprang sechs liegt für Frankfurt zwar noch immer weit entfernt, allerdings eroberte die Eintracht Platz sieben von Freiburg - dieser könnte ebenfalls für den Europapokal reichen, sollte der Sport-Club nicht den DFB-Pokal gewinnen.
Die SGE, bei der vor der Saison ganz klar die Qualifikation für das internationale Geschäft als Ziel ausgegeben worden war, liegt mit 34 Punkten nun vor Freiburg (33). Der Sechste Bayer Leverkusen (40) ist enteilt.
Nach drei Monaten begann erstmals wieder Nationalspieler Jonathan Burkardt in der Sturmspitze der Eintracht. "Er ist in einer perfekten Verfassung", hatte Riera vor dem Spiel angekündigt. Burkardt war aufgrund einer Wadenverletzung lange ausgefallen und hatte zuletzt Ende November in der Champions League gegen Atalanta Bergamo in der Anfangsformation gestanden. Vergangene Woche spielte er bei Bayern München (2:3) erstmals wieder.
Auch Kapitän Robin Koch kehrte gegen seinen Ex-Klub nach krankheitsbedingtem Ausfall zurück. Ritsu Doan, der vor der Saison aus Freiburg gekommen war, kam erstmals für Frankfurt in der Liga nur von der Bank. Nach gerade einmal 18 Sekunden sah er einen großen Schock für seine Mannschaft.
Nach einem Zusammenprall mit Freiburgs Stürmer Igor Matanovic verletzte sich Keeper Santos am Knie und konnte nicht weiterspielen. Michael Zetterer kam in die Partie (5.). Santos, der Anfang der Saison erst sein Comeback nach einem Kreuzbandriss gegeben hatte, verließ sichtlich niedergeschlagen und begleitet vom Applaus der Fans den Platz. Später kehrte er mit einer Schiene am rechten Bein auf die Bank zurück.
Bis zur ersten spannenden Szene dauerte es dann eine Weile. Freiburgs Torhüter Noah Atubolu verhinderte mit mehreren Paraden den Rückstand der Gäste. Die Eintracht kam immer besser ins Spiel, an der Seitenlinie gestikulierte Dirigent Riera gewohnt viel. Die Freiburger bereiteten Zetterer einen angenehmen Auftakt, es dauerte bis zur 49. Minute, bis der Ersatzmann einen gefährlichen Torschuss durch Vincenzo Grifo entschärfen musste. Zuvor konnte er dem Ball zur hinterher schauen, als Matanovic an den Pfosten köpfte (45.+2).
Die Eintracht erhöhte den Druck. Dann kam Chaibi in die Partie und traf nicht einmal 60 Sekunden später nach schönem Zuspiel von Nnamdi Collins ins lange Eck. Chaibi war es auch, der Bahoya in Szene setzte, der den Sieg letztlich klarmachte.
C.Stoecklin--VB