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Nach Hausverbot: DOSB fordert Respekt vor Pressefreiheit
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat nach dem vor einer Pressekonferenz der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) ausgesprochenen Hausverbot gegen zwei Journalisten die Fachverbände mit deutlichen Worten an die Pressefreiheit erinnert. Jene sei ein "essenzielles Gut unserer Demokratie, das der DOSB selbstverständlich respektiert und wertschätzt", hieß es in einem Statement.
"Medien sind ein wichtiger Partner in der Berichterstattung über den Sport und sportpolitische Themen. Wir erwarten von unseren rechtlich eigenständig und autonom handelnden Mitgliedsorganisationen, dass sie die Pressefreiheit in gleicher Weise respektieren, wie wir das tun", stellte der DOSB weiter klar.
Die Journalisten Hajo Seppelt und Jörg Mebus, die im Auftrag der ARD zu Vorgängen in der DESG recherchiert hatten, waren am Donnerstag mit einem anwaltlich übermittelten Hausverbot am Besuch einer Pressekonferenz des Verbandes in Berlin gehindert worden. In dieser hatte sich DESG-Präsident Matthias Große gegen die in der ARD-Berichterstattung formulierten Vorwürfe gewehrt.
Gegen den Ausschluss der beiden Reporter hatten bereits das Präsidium des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS) sowie die ARD protestiert. Die Sendeanstalt sprach von einem "eklatanten Verstoß gegen Grundsätze einer freien und unabhängigen Berichterstattung".
D.Schlegel--VB