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Dank Doppelpacker Schick: Leverkusen auf Achtelfinalkurs
Erst fahrlässig, dann eiskalt im Hexenkessel: Bayer Leverkusen darf dank Torgarant Patrik Schick und einer erwachsenen Teamleistung vom nächsten Achtelfinaleinzug in der Champions League träumen. In einem intensiven Play-off-Hinspiel triumphierte die Werkself bei Olympiakos Piräus trotz vieler ungenutzter Gelegenheiten in der ersten Hälfte mit 2:0 (0:0).
Vor dem Rückspiel am Dienstag (21 Uhr/DAZN) in der heimischen Arena ist die Ausgangslage für den deutschen Vizemeister nun hervorragend. Topstürmer Schick schlug in der zweiten Hälfte innerhalb von kurzer Zeit gleich zweimal zu (60./63.) und verpasste der zuvor beeindruckenden Stimmung im Stadio Georgios Karaiskakis einen herben Dämpfer.
In der vergangenen Saison hatte Bayer das Achtelfinale der Königsklasse direkt erreicht, im deutschen Duell mit Bayern München war die Werkself dort aber chancenlos gewesen. Wenn Leverkusen kommende Woche nun auch den zweiten Schritt geht, könnte es zu einer Revanche gegen die Münchner kommen - oder zu einem nicht minder schwierigen Duell mit dem FC Arsenal.
Erst vor vier Wochen war die Werkself den Griechen in der Ligaphase mit 0:2 unterlegen gewesen. Ein "Warnschuss", wie Simon Rolfes vor der Partie betonte; einer, der helfen sollte, diesmal "hellwach zu sein. Wir fahren dahin, um zu gewinnen", sagte der Sport-Geschäftsführer.
Trainer Kasper Hjulmand ging dieses Unterfangen mit der gleichen Elf an, der er auch schon beim überzeugenden 4:0-Heimerfolg über den FC St. Pauli in der Bundesliga vertraut hatte. Und das Team strahlte schnell Gefahr aus. Nach einer guten Viertelstunde verpassten erst Schick und kurz darauf Ibrahim Maza die Führung knapp.
Von der aufgeheizten Stimmung ließen sich die Leverkusener nicht beirren und blieben das bessere Team. Maza ließ erneut ein starkes Zuspiel von Schick ungenutzt, seinen Versuch lenkte Piräus-Keeper Konstantinos Tzolakis mit einem überragenden Reflex an die Latte (28.). Kurz darauf versagten Flügelstürmer Ernest Poku im Eins gegen Eins mit Tzolakis die Nerven, er schoss deutlich vorbei (31.).
Bayers Hintermannschaft hatte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte dann das Glück auf ihrer Seite. Nach einem schwach verteidigten Freistoß brach das Stadion erstmals in Jubel aus, doch wegen einer Abseitsstellung wurde Olympiakos ein äußerst schmeichelhafter Führungstreffer verwehrt.
Am Tag nach dem überzeugenden 2:0-Erfolg von Bundesligakonkurrent Borussia Dortmund belohnte sich Bayer nach einer knappen Stunde dann endlich. Nach einem tollen Pass von Poku war Schick plötzlich frei durch und blieb vor Tzolakis eiskalt.
Keine drei Minuten später war der Ausnahmestürmer erneut zur Stelle: Per Kopf machte er nach einer kurz getretenen Ecke den Doppelpack perfekt. In der 69. Minute verpasste der Tscheche dann nur hauchzart einen Hattrick innerhalb von weniger als zehn Minuten.
O.Schlaepfer--VB