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Blitzstarter Guirassy ebnet den Weg: Dominanter BVB auf Kurs
Erst spät dran, dann ganz früh hellwach: Borussia Dortmund hat dank eines Blitzstarts den Grundstein für den Einzug ins Achtelfinale der Champions League gelegt und sich auch von widrigen Bedingungen nicht stoppen lassen. Der von großen Personalsorgen in der Abwehr geplagte BVB gewann sein Play-off-Hinspiel gegen Atalanta Bergamo 2:0 (2:0) und reist nun mit einem komfortablen Polster zum zweiten Vergleich in der kommenden Woche in Italien.
Wegen des Verkehrschaos rund um Dortmund - in der Westfalenhalle in unmittelbarer Nähe des Stadions fand parallel ein Konzert von Herbert Grönemeyer statt - war der Mannschaftsbus des BVB erst um 20.20 Uhr angekommen. Das Spiel beginn daher eine Viertelstunde später als geplant um 21.15 Uhr, es bot bei eisigen Temperaturen aber direkt einen wild entschlossenen BVB.
Serhou Guirassy (3.) nutzte gleich die erste Gelegenheit zur Führung. Kurz vor der Pause legte Guirassy das 2:0 durch Maximilian Beier (42.) auf. Im Anbetracht der Dortmunder Überlegenheit hätte der Sieg aber noch deutlicher ausfallen können.
Doch auch so ist der BVB auf Kurs. Bereits im Vorjahr war er über den Umweg Play-offs weitergekommen. Gelingt es auch diesmal, könnte es im Achtelfinale zu einem Duell mit Bayern München kommen. Auch der FC Arsenal ist ein potenzieller Gegner - und ein heißer Titelanwärter.
Atalanta hingegen war keine allzu schwierige Prüfung. Noch ehe die Abwehr mit dem jungen Startelfdebütanten Luca Reggiani erstmals geprüft wurde, stand es bereits 1:0. Guirassy, der erst wochenlang außer Form war und nun wieder in Serie trifft, war wie zuletzt in der Bundesliga per Kopf erfolgreich.
Der Treffer gab dem BVB Sicherheit, die sehr zögerlichen Gäste machten es der Dortmunder Defensive aber auch sehr leicht. In dieser fehlten Nico Schlotterbeck, Niklas Süle, Emre Can und Filippo Mane - so musste der erst 18 Jahre alte Reggiani in der Dreierkette mit Waldemar Anton und Ramy Bensebaini ran. Der Italiener sah bereits in der 18. Minute bei seinem ersten Foul Gelb.
Das fiel aber nicht ins Gewicht, weil von den Italienern keinerlei Gefahr ausging. Dortmund hätte mehr aus seiner Überlegenheit machen können, jubelte aber erst kurz vor Ende der ersten Halbzeit über das 2:0.
Der zweite Treffer nahm dem Spiel die ohnehin kaum noch vorhandene Spannung, was dem BVB nur recht sein konnte. Trainer Niko Kovac beobachtete zufrieden, wie sein Team den Plan weiter konzentriert umsetzte: Mit viel Ballbesitz Kontrolle auszuüben und bei Gelegenheit zu versuchen, den dritten Treffer nachzulegen.
Dortmund konnte es sich nun leisten, etwas Kräfte zu schonen und nicht mit letzter Entschlossenheit aufs 3:0 zu drängen. Angesichts der immens wichtigen Aufgaben in den kommenden Tagen mit dem Duell bei RB Leipzig, dem Rückspiel in Bergamo und der ultimativen Titelprüfung gegen Bayern München am 28. Februar war dies besonders wertvoll. Die Kontrolle über das einseitige Spiel hatte der BVB auch so.
L.Meier--VB