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"Verlorenes Gold": Nolte trauert verpasster Chance hinterher
Laura Nolte war kaum zu trösten. Nach dem Hundertstel-Krimi ohne Happy End standen der deutschen Bob-Piloten auch zwei Stunden nach dem bitter verpassten Olympiasieg Tränen in den Augen. "Nachdem Gold jetzt zum Greifen nah war und ich wirklich drei super Läufe davor hingelegt habe, wollte ich es jetzt halt auch durchziehen. Deswegen fühlt es sich jetzt erst mal wie verlorenes Gold an", sagte Nolte.
0,04 Sekunden fehlten im Monobob am Ende auf die 41 Jahre alte US-Amerikanerin Elana Meyers Taylor, die sich zur ältesten Bob-Olympiasiegerin der Geschichte krönte. Für Nolte, die im Cortina Sliding Centre nach jedem der ersten drei Läufe geführt hatte, blieb die Silbermedaille. "Ich werde bestimmt mit ein bisschen Abstand darüber zufrieden sein können", sagte die 27-Jährige.
Die in Frankfurt am Main lebende Weltcup-Dominatorin will die Enttäuschung nun als Ansporn nutzen, um im Zweier mit Anschieberin Deborah Levi am Freitag und Samstag zurückzuschlagen. "Der Zweier ist meine Paradedisziplin. Mit Debbie am Start ist es immer schnell und das ist natürlich etwas, was mir ein gutes Gefühl für die Bahn gibt", betonte Nolte.
Immerhin: Nolte gewann im neunten Rennen die zwölfte Medaille für die deutschen Schlittensportler - und das Gefühl als Olympiasiegerin kennt sie ja schon: Vor vier Jahren in Peking war sie mit ihrem Triumph im Zweier zur jüngsten Bob-Olympiasiegerin der Geschichte aufgestiegen.
R.Kloeti--VB