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Silber statt Gold: Chloe Kim dennoch "stolz" und "glücklich"
Den Traum vom historischen Gold-Hattrick in der Halfpipe hatte sich US-Superstar und Snowboarderin Chloe Kim im Livigno Snow Park nicht erfüllen können - nach dem Gewinn der Silbermedaille war die 25-Jährige dennoch "einfach stolz auf mich selbst. Ich habe die ganze Zeit gedacht, 'Ich bin so glücklich, hier zu sein'", sagte die Halfpipe-Olympiasiegerin von 2018 und 2022. "Heute war es mein achter Tag auf Schnee in diesem Winter", erklärte Kim, "ich konnte nicht so viel trainieren, wie ich es gerne getan hätte."
Als erste Snowboarderin hätte Kim in Norditalien bei drei Olympischen Winterspielen in Folge Gold gewinnen können. Im Snowboarden war dies zuvor weder bei den Männern noch bei den Frauen einem Athleten oder einer Athletin gelungen. Doch Kim hatte sich beim einem Trainingssturz im Januar die Schulter ausgekugelt - und deshalb gar um ihre Teilnahme an den Spielen gebangt.
Der Gedanke an die mögliche dritte Goldmedaille habe für sie daher keine Rolle gespielt, betonte Kim nach dem Wettkampf: "Ich bin hier hergekommen, um so gut wie möglich zu snowboarden." An der verletzten Schulter werde sie sich in ihrer Heimat nun operieren lassen, "sie ist ziemlich instabil", erklärte sie.
Den Gold-Hattrick von Kim verhindert hatte die 17-jährige Südkoreanerin Choi Gaon mit einem brillanten dritten Lauf - und das, obwohl sie im ersten Run schwer gestürzt war und mehrere Minuten inmitten der Pipe liegengeblieben war. "Meine Knie sind etwas angeschlagen, aber ich habe das Gefühl, dass ich das alles mit meiner Freude überwinden kann", sagte Choi, die sich nach dem Wettkampf humpelnd zur Siegerehrung schleppte. Bronze gewann Ono Mitsuki aus Japan.
H.Kuenzler--VB