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Draisaitl-Tor nach 23 Sekunden: DEB-Team startet mit Sieg
Angeführt von Superstar Leon Draisaitl und viel NHL-Power ist die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft erfolgreich in die Olympischen Winterspiele in Mailand gestartet. Das nicht immer überzeugende Team von Bundestrainer Harold Kreis gewann am Donnerstagabend nach einem Blitzstart sein Auftaktspiel gegen Dänemark mit 3:1 (1:1, 2:0, 0:0) und nahm dabei auch Revanche für die WM-Pleite im Vorjahr: Die Dänen hatten 2025 das deutsche Vorrunden-Aus besiegelt - damals fehlte Draisaitl.
Der Top-Stürmer der Edmonton Oilers benötigte in seinem ersten DEB-Einsatz seit über sechs Jahren - und dem ersten auf olympischem Eis - nur 23 Sekunden für sein erstes Tor. Für die weiteren Treffer sorgte NHL-Profi Tim Stützle (25., 31.). Oscar Fisker Molgaard (14.) traf für Dänemark.
In Mailand nehmen erstmals seit 2014 wieder die Stars der NHL am Olympia-Turnier teil. Draisaitl, der Routinier Moritz Müller als Kapitän abgelöst hat, ist beim DEB-Team einer von neun Profis aus Nordamerika - nie waren es mehr.
Die deutsche Mannschaft, die seit Sonntag vollständig in Mailand vor Ort ist, wollte gegen Dänemark sofort "den ersten Maßstab" setzen, wie Verteidiger Moritz Seider versprach. Draisaitl und Co. hielten in der kleinen Rho-Arena im Mailänder Nordwesten Wort: Nach einem Zuspiel seines besten Kumpels Frederik Tiffels schob Draisaitl den Puck mit dem ersten Angriff sehenswert ins Tor.
Draisaitl ließ sich feiern, die deutschen Fans erhoben sich auf der Stahltribüne - und sahen, wie Deutschland in einer guten Anfangsphase nachsetzte. Mit viel Tempo spielte die DEB-Auswahl nach vorn, Seider (4.) scheiterte an der Latte. Die Dominanz der ersten Minuten ging jedoch verloren. Philipp Grubauer im deutschen Tor musste immer häufiger eingreifen und war im Glück, als beim Schuss von Phillip Bruggisser (11.) der Pfosten rettete. Kurz darauf schob Molgaard den Puck seinem Seattle-Teamkollegen Grubauer unglücklich unter dem Schoner hindurch ins Tor.
Die deutsche Mannschaft kam immer seltener zu Abschlüssen und ließ selbst zu viele Schüsse zu. Für Entlastung in einer schwierigen Phase sorgten NHL-Legionäre: John-Jason Peterka legte den zweiten Treffer durch Stützle auf, der im Fallen erfolgreich war. Stützle, in der NHL für Ottawa aktiv, erhöhte wenig später im Power Play. "Das sind die Jungs, die in den entscheidenden Situationen den Unterschied machen müssen in diesem Turnier", sagte NHL-Angreifer Nico Sturm im ZDF in der zweiten Drittelpause über Draisaitl und Stützle. Auch dank des starken Grubauers, der 37 Schüsse parierte, brannte nichts mehr an.
Auch die zweite Partie gegen Lettland (Samstag, 12.10 Uhr) ist richtungsweisend, bevor es gegen Weltmeister USA (Sonntag, 21.10 Uhr) zum Gruppenfinale kommt. Die drei Gruppensieger sowie der beste Zweite stehen direkt im Viertelfinale. Die weiteren Teams spielen die restlichen vier Viertelfinalplätze in einem Qualifikations-Play-off aus.
M.Betschart--VB