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Gold für Loch schon in weiter Ferne - Langenhan führt
Für Rennrodler Felix Loch scheint der Traum von der dritten olympischen Goldmedaille im Einsitzer schon nach dem ersten Wettkampftag geplatzt zu sein - dafür greift Max Langenhan nach dem Sieg: Nach einem schweren Patzer am Start des ersten Laufes liegt Altmeister Loch (36) aus Berchtesgaden nach zwei von vier Durchgängen in Cortina d'Ampezzo bereits 0,919 Sekunden hinter dem führenden Weltmeister Langenhan, der im neu gebauten Cortina Sliding Centre mit zwei Bahnrekorden direkt ein Ausrufezeichen setzte.
Loch, der nach einer starken Weltcup-Saison mit vier Siegen in sieben Rennen als Mitfavorit angereist war, liegt bei seinen fünften Olympischen Spielen bei Halbzeit nur auf Rang acht. Beim Start von Lauf eins war er direkt rechts in die Bande gefahren, das kostete im Verlauf der Bahn Zeit. Im zweiten fiel er auch ohne groben Patzer weiter zurück. Die Medaillen werden nach den abschließenden zwei Läufen am Sonntag (17.00, 18.31 Uhr/ZDF und Eurosport) vergeben.
Langenhan führt vor dem Österreicher Jonas Müller (+0,162), Dritter ist der Italiener Dominik Fischnaller (+0,298). Der Chemnitzer Timon Grancagnolo (+1,018) belegt Rang neun.
Loch droht bei Olympischen Spielen die dritte große Enttäuschung in Folge. 2018 hatte er in Pyeongchang nach einem Fehler im vierten Lauf das sicher geglaubte Gold aus der Hand gegeben, vor vier Jahren in Peking landete er auf dem undankbaren vierten Rang. 2010 und 2014 hatte er im Einsitzer jeweils Gold gewonnen.
Langenhan hingegen peilt sein erstes olympisches Edelmetall an. 2022 in Peking war er bei seiner ersten Teilnahme auf Rang sechs gefahren. Als erster Starter in Lauf eins legte er einen fehlerfreien Lauf hin und stellte einen Bahnrekord auf der jungen Bahn in Norditalien auf.
F.Stadler--VB