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VfB im Halbfinale: Arbeitssieg in Kieler Kältekammer
Der VfB Stuttgart hat weiter Kurs auf eine erfolgreiche Titelverteidigung im DFB-Pokal genommen. Der Tabellenvierte der Bundesliga setzte sich in der Kältekammer im hohen Norden bei Zweitligist Holstein Kiel 3:0 (0:0) durch und steht erneut im Halbfinale. Auch die schwierigen Bedingungen mit Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt brachten die formstarken Schwaben von Trainer Sebastian Hoeneß letztlich nicht aus dem Tritt.
Nationalstürmer Undav (56.), Chris Führich (90.) und der Ex-Kieler Atakan Karazor (90.+2) trafen für den VfB, der damit in den vergangenen vier Jahren dreimal mindestens die Vorschlussrunde erreicht hat. Letzte Saison gelang den Stuttgartern der vierte Pokaltriumph - auch 2026 peilen sie weiter das Finale am 23. Mai im Berliner Olympiastadion an.
Der Pokalschreck aus Kiel verpasste es dagegen, den dritten Bundesligisten in dieser Spielzeit auszuschalten. Über den VfL Wolfsburg und Hamburger SV hatte sich das Team von Trainer Marcel Rapp ins Viertelfinale vorgekämpft und wollte dem Favoriten nun vor den eigenen Fans ein Bein stellen. Doch das gelang trotz einer vielversprechenden Anfangsphase nicht.
Bayer Leverkusen hatte am Dienstagabend vorgelegt und mit dem 3:0-Erfolg gegen den FC St. Pauli das erste Halbfinal-Ticket gebucht, der zuletzt so konstante VfB wollte folgen. Doch Hoeneß' Team war vor Kiel gewarnt, das 2021 sogar den FC Bayern im Schneegestöber sensationell besiegt hatte.
Hoeneß nahm zwei Wechsel im Vergleich zum 1:0-Erfolg gegen den SC Freiburg vor und rotierte damit deutlich weniger als die Kieler, die nach der ärgerlichen 1:2-Pleite gegen die SpVgg Greuther Fürth fünf Positionen neu besetzten. Die Anfangsminuten dominierten die Gäste, doch zwingend wurden die Kieler, die bei Kontern durch Adrián Kaprálik (8., 15.) und Andu Kelati (11.) gleich mehrfach gefährlich vor dem Tor von Keeper Alexander Nübel auftauchten.
Stuttgart bremste den Kieler Schwung mit viel Ballbesitz und brachte Undav (25.) für einen Kopfball erstmals in Position. Danach bedrängten die Gäste, die bei ihren Bemühung auf schnelles Kurzpassspiel setzten, weiter das Holstein-Tor. Die Drangphase ebbte aber auch schnell wieder ab, bis zum Halbzeitpfiff fehlte die Durchschlagskraft.
Stuttgart blieb zu Beginn des zweiten Durchgangs geduldig - und wurde nach einem Freistoß belohnt. Danach war der Bundesligist bemüht, den Außenseiter von seinem eigenen Tor fernzuhalten. Eldin Jakupovic hatte nach einem Fehler im Spielaufbau die beste Gelegenheit auf den Ausgleich (80.), ehe Führich nach einem Konter und Karazor im Fallen für die Entscheidung sorgten.
M.Vogt--VB