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Hoffenheim weiter makellos - nächster Tiefschlag für Werder
Trotz Unterzahl weiter makellos: Die TSG Hoffenheim setzt ihren Höhenflug fort und verschärft Werder Bremens Krise empfindlich. Die Kraichgauer feierten im Nachholspiel an der Weser mit dem 2:0 (1:0)-Sieg ihren vierten Erfolg im neuen Jahr und nehmen die Champions League immer fester in den Blick. Die Hanseaten um den zunehmend angeschlagenen Trainer Horst Steffen rutschen dagegen weiter ab.
Ein Traumtor von Alexander Prass kurz vor der Halbzeitpause (44.) und der zweite Treffer von Grischa Prömel zu einem enorm günstigen Zeitpunkt (54.) brachten das Team von Trainer Christian Ilzer auf Kurs. Kurz vor dem 2:0 hatte Wouter Burger nach Videobeweis wegen groben Foulspiels Rot gesehen (52.), die Bremer konnten den Vorteil aber nicht nutzen.
Die TSG rückt bis auf drei Punkte an den Tabellenzweiten Borussia Dortmund heran und stellt ihren bisherigen Rekord nach 19 Spieltagen mit 39 Punkten ein. So viele Zähler hatte der Klub zu diesem Zeitpunkt bislang nur in der Premierensaison 2008/09 eingesammelt.
Werder wartet dagegen seit mittlerweile neun Partien auf einen Dreier und hat im neuen Jahr erst einen Punkt geholt. Der Druck im nächsten Heimspiel am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach ist für Steffen und sein Team groß.
Die Vorzeichen der ursprünglich für den 10. Januar angesetzten und wegen der Witterung abgesagten Partie waren völlig konträr. Werder-Coach Steffen musste immer wieder auf Fragen nach seiner Situation und der sportlichen Krise eingehen. Hinzu kamen Defensivsorgen durch den Ausfall des gesperrten Kapitäns Marco Friedl und dessen angeschlagenem Abwehrkollegen Amos Pieper. Sein Gegenüber Ilzer konnte die wenige Zeit konzentriert nutzen, um sein Team im Flow zu halten.
Das erste Zeichen in der Offensive setzten noch die Bremer durch Justin Njinmah (1.). Die TSG-Elf, die auf drei Positionen verändert begann im Vergleich zum 3:1-Erfolg in Frankfurt, übernahm nach einer ausgeglichenen Anfangsphase zunehmend die Spielkontrolle.
Die Gäste hatten mehr Struktur und individuelle Klasse zu bieten, Bremen hielt mit viel Einsatz dagegen und setzte auf Konter. Nach dem Treffer von Prass ging es für die Werder-Profis mit einigen Pfiffen in die Kabine.
Die Hoffnung, die mit dem Platzverweis aufkeimte, dämpfte Prömel schnell. Der vermeintliche Anschlusstreffer von Romano Schmid wurde wegen Abseits einkassiert (64.). Joker Keke Topp (87./90.+4) hätte noch einmal für Spannung sorgen können, vergab aber jeweils aus aussichtsreicher Lage per Volleyschuss.
T.Egger--VB