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Skiflug-WM: DSV-Quartett auf Rang vier - Drama um Prevc
Die deutschen Skispringer haben zum Abschluss der Skiflug-WM in Oberstdorf auch im Teamwettkampf eine Medaille verpasst. Philipp Raimund, Felix Hoffmann, Karl Geiger und Pius Paschke kamen nach einem Drama um Einzel-Weltmeister Domen Prevc mit 1406,8 Punkten nur auf Rang vier, Gold ging an Japan (1569,6). Erstmals seit 16 Jahren blieb Deutschland somit bei einer Flug-WM ohne Edelmetall.
Bitter verlief der Tag für Prevc. Ein durch die Luft fliegender Ski des Vierschanzentournee-Gewinners kostete Titelverteidiger Slowenien die Siegchance. Vor dem Sprung des Norwegers Marius Lindvik rutschten beide Ski von Prevc unkontrolliert die Schanze herunter, einer landete erst nach etwa 50 Metern und schlitterte bis in den Auslauf. Getroffen wurde niemand. Prevc durfte danach allerdings im ersten Durchgang nicht springen.
Deutschland war somit wieder im Medaillenrennen, doch es reichte nicht. Bei den vorherigen drei Weltmeisterschaften hatte das DSV-Quartett immer das Treppchen erreicht, auf der Heini-Klopfer-Schanze fehlte am Sonntag aber die Qualität. Silber ging an Österreich (1560,0), Bronze an Norwegen (1483,7).
Im Einzel hatte erstmals seit 2010 kein DSV-Adler die Top 10 erreicht, beim überlegenen Sieg von Prevc war mehr als Rang 13 durch Raimund nicht drin. Silber ging am Samstag nach vier Durchgängen an Lindvik, Bronze an Ren Nikaido aus Japan.
Schlechter war Deutschland bei einer Flug-WM zuletzt vor 16 Jahren. Damals hatte es im Team nur zum siebten Platz gereicht, im Einzel war Michael Uhrmann als bester Deutscher auf Rang 19 gelandet.
C.Bruderer--VB