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Odermatt triumphiert in Kitzbühel
Der Schweizer Dominator Marco Odermatt hat den Hundertstel-Krimi beim Super-G von Kitzbühel für sich entschieden. Der Riesenslalom-Olympiasieger setzte sich in Österreichs Ski-Mekka mit dem winzigen Vorsprung von 0,03 Sekunden auf seinen Landsmann Franjo von Allmen durch und feierte seinen 53. Weltcup-Sieg. Simon Jocher schied als einziger der 30 Spitzenfahrer aus.
Für Odermatt war es der achte Erfolg im Olympia-Winter, der zweite in einem Super-G. In der "ewigen" Bestenliste der zweitschnellsten Disziplin rückte er mit seinem 17. Sieg auf Platz zwei hinter der österreichischen Legende Hermann Maier (24 Erfolge) vor.
Dritter wurde der Österreicher Stefan Babinsky (+0,25 Sekunden). Auf der Streifalm ging es gewohnt eng zu: Die besten zehn Athleten lagen nach den Top 30 innerhalb von nur 0,57 Sekunden.
Jocher hatte schon vom Start weg Probleme und verhinderte mit großer Kraftanstrengung Schlimmeres. Die wohl spektakulärste Szene eines spektakulären Rennens lieferte Adrian Smiseth Sejersted. Dem Norweger verschnitt es kurz vor dem Seidlalm-Sprung die Skier, einen Sturz konnte er mit einer akrobatischen Einlage vermeiden.
"Ich dachte", sagte er in der ARD, "es wird ein sicherer Crash." Wurde es nicht, Sejersted wurde starker Fünfter (+0,36).
Der Schweizer Arnaud Boisset, mit Nummer 31 unterwegs, hatte weniger Glück. Er kam an derselben Stelle zu Fall und schlug hart auf der Piste auf, rappelte sich aber bald auf und fuhr zu Tal.
D.Schlegel--VB