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Lys spürt den Druck vor "schwierigstem" Jahr
Eva Lys ist voll positiver Energie zurück am Ort ihres Durchbruchs, vor dem Start der Australian Open nimmt die deutsche Nummer eins aber auch den gestiegenen Druck wahr. "Man sagt ja generell, dass das zweite Jahr auf der Tour, wenn man dann in der Top 100 ist, das Schwierigste ist", erklärte Lys am Samstag - "weil man dann alles bestätigen muss, was man letztes Jahr geleistet hat".
In Melbourne hat Lys nach ihrem "Lucky Loser-Märchen" und ihrem anschließenden Achtelfinaleinzug als Qualifikantin im Vorjahr besonders viele Punkte in der Weltrangliste zu verteidigen. "Der Gedanke ist natürlich immer da, das bringt sicherlich einen gewissen Druck mit sich", sagte Lys, stellte aber klar: "Ich habe eigentlich nie wirklich auf die Punkte geschaut - und immer, wenn ich das gemacht habe, habe ich auch am besten gespielt." Sie wolle dieses Mindset nun auch mit ins neue Tennisjahr nehmen.
In der ersten Runde wartet auf die Hamburgerin am Dienstag ein Duell mit der erfahrenen Rumänin Sorana Cirstea (35). Das bislang einzige Aufeinandertreffen der beiden entschied Lys für sich. "Das war ein gutes Match von mir. Ich bin mir sicher, dass mir ihr Spiel sehr liegt. Ich habe da ein gutes Gefühl", sagte die 24-Jährige.
Anschließend könnte auf Lys ein spektakuläres Match gegen die viermalige Grand-Slam-Siegerin Naomi Osaka aus Japan warten. Bei einer frühen Niederlage in Melbourne dürfte Lys, derzeit die Nummer 39 der Welt, im WTA-Ranking deutlich abrutschen.
B.Baumann--VB