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Hanning über DHB-Team: "80 Prozent Chance aufs Halbfinale"
Italiens Nationaltrainer Bob Hanning glaubt fest an die Medaillenchancen der deutschen Handballer bei der Europameisterschaft. "Dass Deutschland ins Halbfinale kommt, sehe ich bei 80 Prozent. Ich hätte vorher 75 gesagt, aber in den Spielen gegen Kroatien war eine Dominanz spürbar, die Breite im Kader und das Abwehrverhalten sind anders als bei der WM", sagte der Funktionär im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (SID) vor dem Turnierstart. "Ich gehe vielleicht sogar auf 83 Prozent."
Auch eine Wiederholung des deutschen EM-Coups von vor zehn Jahren hält Hanning für möglich - trotz der Übermacht von Weltmeister und Olympiasieger Dänemark und einer kniffligen Auslosung. "Undenkbar ist das auf gar keinen Fall", sagte der 57-Jährige: "Ich mag auch nicht immer nur die Dänen als Topfavoriten hören. Ja, die haben eine überragende Mannschaft – aber seit 2012 keinen EM-Titel geholt."
Die deutsche Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason startet am Donnerstag (20.30 Uhr/ARD) gegen Österreich in ihre EM-Mission. Die weiteren Gegner in Vorrundengruppe A sind Serbien am Samstag (20.30 Uhr/ARD) und Spanien am Montag (20.30 Uhr/ZDF). In der Hauptrunde dürften ausschließlich Kracherspiele gegen Dänemark, Titelverteidiger Frankreich sowie Co-Gastgeber Norwegen und WM-Halbfinalist Portugal warten.
Hanning ist dennoch optimistisch, seine beiden Testspiele hatte Deutschland gegen Kroatien gewonnen (32:29, 33:27). "Die Spitze des Kaders wird immer breiter. Sie haben immer mehr Möglichkeiten, auf allerhöchstem Niveau zu wechseln. Das stimmt mich sehr zuversichtlich", sagte er. "Sie können auf verschiedene Gegner verschieden reagieren. Es ist nicht zentral, ob ein oder zwei Spieler ausfallen. Im Moment sind alle Spieler gesund. Das ist der beste Kader, den du dir im Rückraum und am Kreis zusammenstellen kannst."
Der Geschäftsführer der Füchse Berlin ist der einzige deutsche Nationaltrainer bei der Europameisterschaft. Dies bedeute ihm "gar nichts", sagte er. Vielmehr würde er sich "freuen, wenn auch mehr deutsche Trainer bei Nationalmannschaften auf der Bank sitzen".
O.Schlaepfer--VB