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Silber-Coach Sturm: Olympia-Team braucht "keine Ziele"
Der mit Olympia-Silber dekorierte Ex-Bundestrainer Marco Sturm rät der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft trotz des hervorragend besetzten Aufgebots um NHL-Superstar Leon Draisaitl zu gedämpften Erwartungen bei den Olympischen Winterspielen. "Wir Deutschen brauchen uns keine Ziele setzen. Die Mannschaft muss einfach von Spiel zu Spiel gehen und ihr Bestes geben", sagte der Headcoach der Boston Bruins, der die DEB-Auswahl 2018 in Südkorea sensationell bis ins olympische Finale geführt hatte.
Erst dort war der Lauf durch die unter neutraler Flagge angetretenen Russen (3:4) gestoppt worden, für den Deutschen Eishockey-Bund (DEB) war es dennoch der größte Erfolg bei Olympischen Winterspielen. Sie seien 2018 angetreten, "ohne dass es eine Erwartungshaltung gab", erklärte Sturm (47): "Wir wollten einfach von Spiel zu Spiel schauen, wie es läuft. Und auf einmal ist das Ganze explodiert."
In diesem Jahr habe es das deutsche Team aufgrund der Stärke der "Top-Nationen" USA, Kanada, Finnland oder Schweden allerdings "nicht ganz so einfach wie 2018", sagte Sturm: "Es ist etwas ganz anderes."
Das Eishockeyturnier in Mailand (5. bis 22. Februar) wird ein besonderes sein, weil es erstmals seit zwölf Jahren tatsächlich die Bühne für die Besten der Welt ist: Die NHL legt eine Pause ein, die Weltstars können also dabei sein. Das hatte es 2014 zuletzt gegeben.
So kann Bundestrainer Harold Kreis neben dem jüngst für seinen 1000. NHL-Scorerpunkt geehrten Draisaitl (Edmonton Oilers) auch weitere Stars wie Moritz Seider (Detroit Red Wings) und Tim Stützle (Ottawa Senators) einsetzen. Die Frage, ob sich in Italien dadurch die beste Mannschaft der DEB-Geschichte zusammenfindet, wollte Sturm, der die Winterspiele in den USA am Fernseher verfolgen wird, jedoch zumindest vorab noch nicht bejahen.
F.Mueller--VB