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Kampf um die Königsklasse: Der VfB setzt erneut ein Zeichen
Der VfB Stuttgart hat im Kampf um die Champions League erneut ein Zeichen gesetzt. Drei Tage nach dem rauschhaften 4:1 bei Bayer Leverkusen besiegte die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß in Eintracht Frankfurt erneut einen direkten Konkurrenten: Nach dem 3:2 (2:1) der Schwaben trennen beide Klubs nun sechs Punkte, die in der Königsklasse beschäftigten Gäste rutschten aus den Europapokalrängen.
Frankfurt war zunächst durch Rasmus Kristensen in Führung gegangen (5.) und gut im Spiel. Nach einem schweren Fehler von Torhüter Kauã Santos drehten Rückkehrer Ermedin Demirovic (27.) und Deniz Undav (35.) innerhalb von neun Minuten das Spiel. Der VfB war danach überlegen, hatte zahlreiche Chancen - aber auch Glück, dass Ansgar Knauff mit einem strammen Schuss nur das Lattenkreuz traf (58.).
Dann glich Ayoube Amaimouni-Echghouyab (80.) doch noch aus, Nikolas Terkelsen Nartey (87.) sicherte Stuttgart aber kurz vor Schluss den Sieg. Mit mehreren Paraden hielt VfB-Keeper Alexander Nübel den Dreier fest.
Demirovic, der nach einer Fußverletzung schon in Leverkusen zu einem Kurzeinsatz gekommen war, spielte erstmals seit dem 6. Oktober wieder von Beginn an. Bei seinem Treffer fiel ihm der Ball vor die Füße, nachdem der nahezu unbedrängte Kauã Santos eine Flanke von Maximilian Mittelstädt nicht hatte festhalten können.
Die Eintracht musste den angeschlagenen Can Uzun und die erkrankten Hugo Larsson und Nene Brown verzichten, ging aber dennoch in Führung. Nach einer Ecke von Ritsu Doan setzte sich Kristensen im Kopfballduell durch, in hohem Bogen flog der Ball über den chancenlosen Torhüter Alexander Nübel hinweg ins Netz.
"Wir müssen die Eins-zu-eins-Duelle gewinnen", hatte Frankfurts Trainer Dino Toppmöller vor dem Spiel gefordert. Das gelang zunächst sehr gut, nach dem Ausgleich aber immer seltener. Stuttgart, zunächst mit Problemen im Spielaufbau, drehte dafür richtig auf: Undav schlug rechts im Strafraum einen Haken, sein Schuss wurde von Ellyes Skhiri ins Tor abgefälscht.
Die Eintracht fand offensiv zwischenzeitlich kaum statt, musste bereits ab der 20. Minute aber auch ohne Angreifer Younes Ebnoutalib auskommen: Der Winterzugang verletzte sich nach einer Viertelstunde bei einem (fairen) Zweikampf mit Jeff Chabot allem Anschein nach schwer am rechten Knie.
Die große Chance zum Ausgleich für Frankfurt war der Lattenknaller von Knauff, ansonsten war Stuttgart lange näher dran am dritten Tor als die Eintracht am zweiten: Chabot aber traf nur das Außennetz (44.), Chris Führich (58.) zielte knapp vorbei, ebenso Undav (60.), der außerdem im Eins-zu-eins an Kauã Santos scheiterte (65.).
F.Wagner--VB