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Ski Alpin: Odermatt siegt überlegen, Gratz starker Neunter
Unter dem tosenden Jubel von rund 30.000 Ski-Fans hat Lokalmatador Marco Odermatt in unnachahmlicher Manier den spektakulären Riesenslalom im Schweizer Adelboden gewonnen. Auf dem legendären Cheunisbärgli lag der 28 Jahre alte Olympiasieger von 2022 bei dichtem Schneetreiben am Ende 0,49 Sekunden vor dem für Brasilien startenden Norweger Lucas Pinheiro Braathen. Dritter wurde überraschend der Franzose Leo Anguenot (+0,68 Sekunden).
Eine hervorragende Leistung bot erneut auch Fabian Gratz (+1,92). Nach seinem Ritt auf Rang fünf beim Riesenslalom in Alta Badia kurz vor Weihnachten fuhr er im vorletzten Riesenslalom vor den Olympischen Spielen als Neunter zum zweiten Mal in seiner Karriere unter die ersten zehn. Erneut vergab der 28-Jährige im ersten Lauf eine noch bessere Platzierung, erneut holte er im Finale auf - mit der zweitbesten Laufzeit verbesserte er sich um 14 Plätze. "Fühlt sich gut an", sagte er in der ARD.
Das Kontrastprogramm lieferten die drei anderen Deutschen. Alexander Schmid verletzte sich bereits im ersten Lauf an der Schulter, als er bei voller Fahrt ein Tor mitriss, im Finale schied er an einer Welle aus. Anton Grammel, der noch um die Olympia-Teilnahme kämpft, fiel im zweiten Durchgang vom 17. auf den 22. Platz zurück. Jonas Stockinger hatte das Finale verpasst.
Gratz und Schmid sind bereits für die Olympischen Spiele (6. bis 22. Februar) qualifiziert, für die Teamkollegen Grammel und Stockinger wird es dagegen eng. Beide haben erst eine Platzierung unter den ersten 15 vorzuweisen, bis Olympia bleibt ihnen womöglich nur noch der Riesenslalom in Schladming am 27. Januar, um den zweiten Teil der Norm zu erfüllen.
Vor dem Beginn des Rennens hatte es eine Schweigeminute für die Opfer der Brandkatastrophe in Crans-Montana gegeben. "Wir wollen die Kraft der Gedanken wirken lassen, bis nach Crans-Montana", sagte der Stadionsprecher zunächst, nach der Stille ergänzte er: "Crans-Montana, wir sind bei euch!"
R.Kloeti--VB