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Snowboard: Hofmeister siegt bei Comeback
Snowboard-Ass Ramona Hofmeister (Bischofswiesen) hat bei ihrem Comeback nach dreieinhalbmonantiger Verletzungspause in triumphaler Manier das Olympia-Ticket gelöst und sich auf Anhieb zu einer Medaillenkandidatin aufgeschwungen. Die Bronzemedaillen-Gewinnerin der Winterspiele 2018 erfüllte bei ihrem Saisondebüt im Schweizer Scuol trotz ihres großen Trainingsrückstands im olympischen Parallel-Riesenslalom durch ihren 27. Weltcup-Erfolg geradezu sensationell die Norm für die Teilnahme an den bevorstehenden Winterspielen in Italien.
Neben der viermaligen Gesamtweltcupsiegerin schaffte auch Melanie Hochreiter (Berchtesgaden) bei ihrer ersten K.o.-Runden-Teilnahme des Winters durch Platz drei die Olympia-Qualifikation. Im Männer-Wettbewerb war Elias Huber bester Deutscher. Der 26-Jährige, der sein Olympia-Ticket bereits zuvor sicher hatte, wurde allerdings im Viertelfinale disqualifiziert.
Hofmeister war offenbar von sich selbst überrascht. "Ich kann es gar nicht glauben, ich bin so happy, habe jeden Lauf genossen, es ist wirklich verrückt", sagte die Siegerin im Zielraum freudestrahlend.
Für die deutschen Race-Boarder bedeuteten die Ergebnisse von Hofmeister und Hochreiter im Olympia-Winter die Podestplatzierungen Nummer zwei und drei. Im bisherigen Saisonverlauf hatte lediglich Stefan Baumeister im vergangenen Dezember durch seinen zweiten Platz im chinesischen Mylin auf einem Weltcup-Podium gestanden.
Hofmeister setzte sich im Finale gegen die Italienerin Elisa Caffont durch. Ihr Vorsprung betrug 0,55 Sekunden. Hochreiter profitierte bei ihrer erst zweiten Podestplatzierung nach dem Rang drei 2022 in Simonhöhe/Österreich vom Verzicht ihrer Gegnerin Sabine Payer (Österreich) auf eine Teilnahme am "kleinen Finale".
Hofmeister hatte bei einem Trainingssturz in Zermatt einen Bruch des Sprungbeins und einen Riss des Außenbandes erlitten. Auf den Saisonstart mit den fünf Rennen vor Scuol musste die 29-Jährige verzichten und stand erst kurz vor Weihnachten wieder auf dem Snowboard. Nach den Feiertagen war schließlich auch das erste Training mit dem Team wieder möglich.
R.Fischer--VB