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Viererbob: Friedrich hauchdünn vor Lochner
Francesco Friedrich hat in seinem 100. Weltcup-Rennen im Viererbob einen dringend benötigten Sieg eingefahren. Der langjährige Dominator aus Pirna setzte sich am Sonntag in Winterberg gegen seinen Dauerrivalen Johannes Lochner durch und feierte in der Königsdiziplin seinen zweiten Saisonerfolg. Rund einen Monat vor den Olympischen Spielen ist es für Friedrich nach einer für seine Ansprüche bisher enttäuschenden Saison ein wichtiger Stimmungsaufheller.
Der viermalige Olympiasieger lag nach zwei Läufen mit seinen Anschiebern Matthias Sommer, Alexander Schüller und Costa Laurenz 0,02 Sekunden vor Lochner, der einen Tag nach seinem Sieg im Zweier ein perfektes Wochenende zum Start in das Olympiajahr verpasste. Der Bayer Lochner, der schon siebenmal in dieser Saison ganz oben auf dem Podium stand, führt den Gesamtweltcup weiter an. Adam Ammour (+0,06 Sekunden) machte als Dritter einen deutschen Dreifachsieg perfekt.
"Es war sehr spannend, ein krasses Rennen", sagte Friedrich, der im Zweier am Samstag nur Dritter geworden war und nun seinen Rückstand auf Lochner im Weltcup auf 25 Punkte verkürzte. "Im zweiten Lauf hatten wir ein schlechteres Rennen, weshalb es dann nochmal knapp wurde."
Lochner zeigte sich im Anschluss vom knappen Ausgang begeistert. "Mir macht es unfassbar viel Spaß gegen Francesco, das sind seit zehn Jahren Duelle auf Augenhöhe. Wenn du um Hundertstel kämpfst, ist es das, was den Sport so interessant für mich macht", so der Weltcupführende.
Bis zum Saisonhöhepunkt in Cortina d'Ampezzo (6. bis 22. Februar) stehen noch zwei Weltcups auf dem Programm. Lochner träumt in seiner letzten Saison vom ersten Olympiasieg. Friedrich peilt bei den Winterspielen (6. bis 22. Februar) dagegen seine olympischen Goldmedaillen fünf und sechs an, mit denen er zum unbestritten erfolgreichsten Bob-Piloten der Geschichte aufsteigen würde.
P.Keller--VB