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Rallye Dakar: De Mévius gewinnt Auftakt, Gottschalk weit zurück
Der Belgier Guillaume De Mévius hat die Routiniers geschlagen und die erste Etappe der Rallye Dakar in Saudi-Arabien gewonnen. Der 31-Jährige setzte sich am Sonntag im Mini vor dem fünfmaligen Gesamtsieger Nasser Al-Attiyah (Dacia) durch, nach 305 gewerteten Kilometern mit Start und Ziel in Yanbu trennten die beiden nur 40 Sekunden. Dritter nach dem ersten Abschnitt ist der Tscheche Martin Prokop im Ford (+1:27 Minuten).
Ganz anders verlief der Auftakt der wichtigsten Offroad-Rallye für Titelverteidiger Yazeed Al-Rajhi und seinen deutschen Navigator Timo Gottschalk. Ohnehin waren beide deutlich langsamer unterwegs als die Spitze, hinzu kam eine 16-Minuten-Strafe, verhängt unter anderem wegen des Verpassens eines Wegpunktes. Insgesamt hat das Duo damit bereits 28:52 Minuten Rückstand.
"Wir hatten früh zwei Reifenschäden, bevor wir an einer kniffligen Stelle den falschen Canyon genommen haben", sagte Gottschalk: "Kein guter Start, aber es liegt noch viel Terrain vor uns, und aufgegeben wird ganz sicher nicht. Wir werden versuchen, auf den kommenden zwölf Etappen so viel Boden wie möglich gut zu machen."
Besser lief es für andere Titelkandidaten. Auf Rang vier sortierte sich der ehemalige DTM-Champion Mattias Ekström (Ford/+1:38) ein, der am Samstag den Prolog gewonnen hatte und auch am Sonntag lange Zeit führte. Auch die einstigen Dakar-Sieger Carlos Sainz (Ford/1:54) und Nani Roma (Ford/2:37) sowie Rallye-Rekordweltmeister Sébastien Loeb (Dacia/3:01) liegen in den Top 10 nicht weit zurück.
Bei der 48. Auflage der "Dakar", die schon seit 2008 nicht mehr in Afrika stattfindet, geht es bis zum 17. Januar rund 8000 Kilometer durch schwierige Landschaften. Auf insgesamt 13 Etappen werden knapp 4900 Kilometer auf Zeit gefahren. Start und Ziel liegen im saudischen Küstenort Yanbu am Roten Meer.
D.Schaer--VB