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Littler gegen van Veen: Showdown der Jungstars
Vor nicht allzu langer Zeit hätte sich Gian van Veen keinesfalls im Finale einer Darts-Weltmeisterschaft gesehen. Er habe vor fünf Jahren "große Probleme beim Spielen" gehabt, vor etwa vier Jahren habe er deshalb auch am Tisch gesessen und geweint, offenbarte der niederländische Shootingstar voller Emotionen nach seinem mitreißenden Halbfinal-Triumph: "Und jetzt schaut mich an, vier Jahre später. Es hat sich alles gelohnt."
Der Junioren-Weltmeister, der als erst dritter Niederländer nach Raymond van Barneveld und Michael van Gerwen am Samstag (21.00 Uhr/Sport1 und DAZN) in einem WM-Finale steht, fordert den Titelverteidiger Luke Littler. "In einem WM-Finale zu stehen – das ist nicht einmal ein Traum, der wahr wird, weil ich mir das vorstellen konnte. Aber jetzt ist es passiert. Ich bin so glücklich", sagte van Veen, der viele Jahre mit "Dartitis", einer Art mentalen Blockade, zu kämpfen hatte.
Der 23-Jährige trifft auf den 18-jährigen Littler - es wird zugleich das "jüngste" Finale der Geschichte. Dabei zu sein, sei "großartig", sagte van Veen und ergänzte nach dem 6:3 gegen den zweimaligen Weltmeister Gary Anderson (55) mit Blick auf eine Zeitenwende: Der Dartsport sei bei den unaufhaltsamen Jungstars in "sehr, sehr guten Händen".
Gegen Littler, der bei seiner dritten WM-Teilnahme zum dritten Mal das Finale erreichte, hofft van Veen auf ein Spektakel. "Jeder hat in den letzten paar Jahren gesehen, wozu Luke fähig ist. Er hat in diesem Turnier fantastisch gespielt - aber ich auch", sagte der Niederländer.
Und Littler? "Ich bin sehr glücklich", sagte er: "Samstag geht es wieder los – ein letztes Mal. Das dritte Finale in Folge. Das ist unglaublich." Neben dem zweiten Titelgewinn nahm der Engländer ein weiteres Ziel für das Finale in den Blick: Littler will nach mehreren vergeblichen Anläufen den ersten Neun-Darter dieser WM werfen. "Wir", versprach er am späten Freitagabend, "werden es morgen wieder versuchen."
T.Germann--VB