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Darts-WM: Schindler verpasst Achtelfinale klar
Zum dritten Mal in Runde drei, zum dritten Mal ausgeschieden: Martin Schindler hat bei der Darts-WM erneut den Einzug ins Achtelfinale verpasst. Die deutsche Nummer eins unterlag dem Engländer Ryan Searle in einem einseitigen Match nahezu sang- und klanglos 0:4. Der 29 Jahre alte Schindler hatte vor allem große Probleme, seine Chancen beim Checkout zu nutzen, seine Quote beim Beenden der Legs war miserabel.
"Wenn du die Dinger nicht zuziehst, dann wird es natürlich schwer. Ich habe verdient verloren", sagte Schindler nach der Niederlage im Schnelldurchgang bei DAZN. Sein Spiel, ergänzte er, sei nicht mal "super schlecht" gewesen, aber "er hat mich halt für alles bestraft, für jeden kleinsten Fehler." Vor allem nutzte Searle seine Chancen: Seine Checkout-Quote lag bei 48 Prozent, die von Schindler nur bei 13,33. "Ich glaube", sagte Schindler, "es wird ein anderes Spiel, wenn ich im ersten oder zweiten Satz meine Doppel treffe."
Schindler, der Weihnachten seiner Tochter zuliebe zuhause in Rodgau verbracht hatte, geriet in dem zu Beginn sehr zerfahrenen Duell nach mehreren vergebenen Chancen allerdings schnell mit 0:2 Sätzen in Rückstand. Sein Schnitt pro Aufnahme (91,9) lag klar unter jenem von Searle (98,78), vor allem aber hatte er große Probleme, die Doppel zu treffen. Seine Quote beim Checkout lag bei nur 15,4 Prozent.
Besser wurde es danach nicht - im Gegenteil. "Ich habe jederzeit an mich geglaubt", versicherte Schindler, "aber er war einfach gnadenlos." Schnellspieler Searle, Nummer 20 der Weltrangliste, fegte förmlich über seinen sieben Positionen besser eingestuften Gegner hinweg. Schindler verlor die letzten neun Legs in Serie, sein Schnitt pro Aufnahme lag am Ende bei 89,89 Punkten, Searle erreichte 102,29 Punkte.
Am Tag zuvor hatte von den vier Deutschen in der dritten Runde bereits Ricardo Pietreczko das Achtelfinale verpasst. Der 31-Jährige unterlag dem überraschend starken Schweden Andreas Harrysson verdient mit 2:4 und konnte seinen Erfolg aus dem Vorjahr, als er es als bester Deutscher unter die Top 16 geschafft hatte, nicht wiederholen.
F.Wagner--VB