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Felix Zwayers Elfmeterpfiff nach einem vermeintlichen Foul an seinem Landsmann Florian Wirtz hat in Italien einige Empörung ausgelöst. Der Schiedsrichter hatte in der Schlussphase des Champions-League-Spiels zwischen Inter Mailand und dem FC Liverpool auf Strafstoß für die Engländer entschieden, daraus resultierte Dominik Szoboszlais Siegtreffer (88.) zum 1:0.
"Der deutsche Schiedsrichter Zwayer begünstigt offensichtlich seinen Landsmann Wirtz", schrieb die Gazzetta dello Sport und sprach von einem "bösen Streich" auf Kosten der Mailänder. Das Blatt Corriere dello Sport fragte, warum UEFA-Schiedsrichterchef Roberto Rosetti weiterhin einem Referee wie Zwayer vertraue, "der einfach skandalös ist".
Inters Alessandro Bastoni hatte Wirtz im Strafraum recht kurz am Trikot gezogen, Zwayer entschied erst nach Ansicht der Videobilder auf Strafstoß. Laut Gazzetta beschwerte sich später auch Inters Präsident Giuseppe Marotta persönlich bei Zwayer. Inter-Profi Piotr Zielinski sagte: "Wenn wir solche Fouls pfeifen, dann haben wir ab jetzt nur noch Strafstöße." Der frühere Dortmunder Henrich Mchitarjan sprach von einem "Phantom-Elfmeter". Verteidiger Manuel Akanji, ebenfalls Ex-Spieler des BVB, sprach von einem "der schwächsten Elfmeter, die ich je gesehen habe."
Trainer Cristian Chivu gab sich nach der Partie zurückhaltender: "Ich kommentiere die Entscheidungen des Schiedsrichters nicht. Ich finde, er hat das Spiel eigentlich gut geleitet. Aber manche Dynamiken muss man besser verstehen."
R.Buehler--VB