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"Weihnachten mit einer Medaille": Mit Rückenwind nach Rotterdam
Satt? Antje Döll machte große Augen. "Also, ich würde schon gern Weihnachten mit einer Medaille nach Hause fahren", sagte die Kapitänin der deutschen Handballerinnen und ließ nach dem 30:23 im Viertelfinale gegen Brasilien keinen Zweifel: Der erstmalige Halbfinaleinzug bei einer WM seit 18 Jahren macht das DHB-Team nur noch hungriger. "Jetzt wollen wir auf jeden Fall eine Medaille", so Döll.
Nach sieben deutlichen Siegen in sieben Turnierspielen reist die deutsche Mannschaft am Mittwoch mit ganz viel Rückenwind nach Rotterdam, wo sie ihr Weihnachtsmärchen mit der ersten WM-Medaille seit Bronze 2007 krönen kann. Im Halbfinale am Freitag trifft das DHB-Team auf Titelverteidiger Frankreich oder den WM-Dritten Dänemark. Die Medaillen werden dann am Sonntag vergeben.
"Wir haben schon gesagt: Wir wollen mindestens ein Spiel gewinnen und am liebsten jetzt das erste, was wir haben. Dann wäre eine Medaille sicher", so Döll. Angst vor den großen Namen in der Vorschlussrunde hat sie nicht. "Ich finde, beide haben noch nicht ihre Top-Performance in dem Turnier abgerufen", sagte sie, "und mit unserem Team ist vieles möglich".
Rundum zufrieden war auch DHB-Sportvorstand Ingo Meckes. Seine Devise für das Halbfinale? "Man greift an, man will es gewinnen", sagte Meckes dem SID und schob die Favoritenrolle zum Gegner: "Jetzt sind die anderen unter Druck gegen uns. Klar ist jetzt der Heimvorteil weg, aber der Spirit in der Mannschaft ist da, die werden sich zerreißen. Ich glaube an die Truppe. Gegen unsere Abwehr zu spielen, egal wie der Gegner heißt, möchte ich gerade nicht."
L.Maurer--VB