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Nach Pokal-K.o.: BVB baut Bundesliga-Heimserie aus
Borussia Dortmund hat den schmerzhaften Pokal-K.o. weggesteckt und seine eindrucksvolle Heimserie in der Fußball-Bundesliga ausgebaut. Der BVB bezwang im Duell der Champions-League-Aspiranten die TSG Hoffenheim mit 2:0 (1:0) und festigte den dritten Tabellenplatz.
Julian Brandt (43.) und Nico Schlotterbeck (60.) sicherten Dortmund mit ihren Toren den achten Sieg im zehnten Bundesliga-Heimspiel in Folge ohne Niederlage. Das Team von Trainer Niko Kovac hält damit Kurs auf die Königsklasse, in der es am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN) gegen den FK Bodö/Glimt aus Norwegen einen großen Schritt Richtung Achtelfinale machen könnte. Die Kraichgauer verloren dagegen erstmals seit April wieder ein Auswärtsspiel in der Liga.
TSG-Coach Christian Ilzer ließ seine Mannschaft nach dem 3:0 gegen den FC Augsburg unverändert, Kovac rotierte dagegen: Fünf Positionen in der Startelf wechselte er gegenüber dem 0:1 am vergangenen Dienstag gegen Bayer Leverkusen. Hinein kam unter anderem Torjäger Serhou Guirassy. Trotz seines Doppelpacks zuletzt in der Champions League gegen den FC Villarreal hinkt der 29-Jährige seinen eigenen Ansprüchen als Torjäger hinterher: Seit Mitte September hat er in der Bundesliga nur einmal getroffen.
Nach dem Pokal-Aus im Achtelfinale - und dem vorzeitigen Ende des vermeintlich leichtesten Weges zu einem Titel - hatte Kovac von seiner Mannschaft gefordert: "Wir müssen die Enttäuschung ausradieren." Gleichzeitig hatte er vor Hoffenheim gewarnt: "Es kommt eigentlich die stärkste Mannschaft zu uns, die wir bisher bespielt haben."
Nach sehr zerfahrenem Beginn versuchten beide Teams, über längere Ballbesitzphasen Sicherheit in ihr Spiel zu bringen. Doch sobald geradliniger nach vorne gespielt wurde, landete der Ball beim Gegner. Erste Aufregung gab es in der 21. Minute, als Guirassy nach einer Flanke von Yan Couto völlig frei zum Schuss kam, aber, von Vladimir Coufal gestört, zu Boden ging. Schiedsrichter Florian Badstübner ließ trotz heftiger Dortmunder Proteste weiterspielen. Eine Minute später kam Julian Brandt zur ersten Torchance - doch Oliver Baumann parierte.
Doch viel mehr passierte in der Folge nicht, so blieb der Unterhaltungswert ebenso niedrig wie das spielerische Niveau. Ilzer nahm das an der Seitenlinie deutlich entspannter zur Kenntnis als Kovac, der immer wieder versuchte, seine Spieler zu korrigieren. Der erste wirklich gelungene Angriff des BVB führte dennoch kurz vor der Pause zum 1:0. Nach Coutos Hereingabe drückte Brandt den Ball über die Linie.
Nach dem Wiederbeginn setzte Dortmund nach. Nach einem Querpass von Felix Nmecha grätschte Schlotterbeck den Ball regelrecht zum 2:0 ins Tor. Guirassy verpasste das 3:0, als er an die Latte schoss (90.).
K.Sutter--VB