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Skistar Odermatt schockt Konkurrenz
Der Schweizer Skistar Marco Odermatt hat die Konkurrenz in der ersten Abfahrt des Olympiawinters mit einem Fabellauf geschockt. Der 28-Jährige sicherte sich in Beaver Creek im US-Bundesstaat Colorado auf verkürzter Strecke seinen 48. Weltcupsieg und den dritten in dieser Saison.
Nur Lokalmatador Ryan Cochran-Siegle (+0,30 Sekunden) konnte Odermatt auf der "Raubvogel"-Piste halbwegs folgen. Dritter wurde der Norweger Adrian Smiseth Sejersted (+0,69) direkt vor Weltmeister Franjo von Allmen (Schweiz/+0,85). Romed Baumann (1,85) hatte auf nachlassender Strecke, flacher Sicht und auffrischendem Wind kaum Chancen auf eine Topplatzierung und kam nicht unter die besten 15.
Odermatt gewann das Rennen in Steilhang und Mittelteil. Dort sei er "brutal", ja "unmenschlich" gefahren, schwärmte der frühere Kitzbühelsieger Josef Ferstl bei Eurosport. Als Odermatt in feinster Riesenslalom-Technik durch die Kurven ritt, rief Ferstl aus: "Ja spinn' ich?! Der macht eine neue Zeitrechnung auf!"
Die Veranstalter in Beaver Creek hatten und haben mit den Witterungsverhältnissen zu kämpfen. Die Abfahrt musste von Freitag auf Donnerstag vorgezogen und um rund 25 Fahrsekunden verkürzt werden. Am Donnerstag wurde überdies beschlossen, den Super-G von Samstag auf Freitag (19.15 Uhr) vorzuverlegen. Der Samstag, an dem viel Schnee erwartet wird, ist Reservetag, am Sonntag beschließt ein Riesenslalom die Rennwoche.
A.Zbinden--VB