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Selenskyj verurteilt Schusswechsel zwischen ukrainischen Geheimdiensten
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat einen Schusswechsel zwischen Mitgliedern des ukrainischen Militärgeheimdienstes (GUR) und des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes (SBU) mit mehreren Verletzten verurteilt. "Beide Dienste müssen zur Rechenschaft gezogen werden, beide haben in einer absolut inakzeptablen Weise gehandelt", erklärte Selenskyj am Donnerstagabend. Am Mittwoch hatten Mitglieder der beiden Geheimdienste am hellichten Tag in der ukrainischen Hauptstadt Kiew das Feuer aufeinander eröffnet.
Selenskyj erklärte, dass jeweils ein Vertreter der beiden Geheimdienste als Verdächtiger benannt worden sei und dass die Ermittlungen andauerten. "Es ist wichtig, dass die Wahrheit ans Licht kommt und dass sich Situationen wie diese nie wiederholen", erklärte er. Die Leiter beider Dienste würden "überprüft". Zudem würden "stellvertretende Leiter, die für diese Situation die Verantwortung tragen, entlassen werden".
Ukrainischen Medienberichten zufolge könnte der Konflikt zwischen den Geheimdiensten damit zusammenhängen, dass der SBU einen stellvertretenden Kommandeur des sogenannten Russischen Freiwilligenkorps festgenommen hatte. Dieses Bataillon kreml-kritischer Russen, die für Kiew kämpfen, untersteht dem Kommando des GUR.
Der SBU erklärte, er habe "Gegen-Sabotage" betrieben, um "einen Mord zu verhindern", den Russland angeordnet habe. Demnach wurden Kontakte zwischen dem Kommandeur und russischen Behörden aufgedeckt. Der GUR wiederum sprach von einer "gezielten Desinformationskampagne" gegen ihn.
Sowohl der SBU als auch der GUR spielen in Kiews Anstrengungen gegen den russischen Angriffskrieg eine zentrale Rolle. Seit Beginn der russischen Invasion vor mehr als viereinhalb Jahren haben beide erheblich an Macht dazugewonnen.
F.Mueller--VB